Königliche Sonntagspost



Königliche Sonntagspost Nr.41

Inmitten des alltäglichen Treibens gehört nun mal das Aufräumen, Umräumen, Wegräumen, Ausräumen und vieles mehr dazu. Und dennoch liebe ich diese vielen schönen und wunderbaren Schachteln und Kästchen, in denen ich einzigartige Dinge aufbewahre und nie ausräumen, wegräumen und entsorgen möchte. Und anstelle Abfallsäcke zu füllen, sitze ich dann vor diesen kleinen Kostbarkeiten und bewege mich in Erinnerungen. Es sind manchmal nur kleine Steine oder eine kleine Karte, ein Brief oder ein kleines Schmuckstück. Jedes Detail entlockt mir stets ein kleines Lächeln, weil jedes Detail in diesen Schachteln immer mit einem Menschen in Verbindung steht. Es sind oftmals Lebensabschnitte, die wir gemeinsam gingen oder nur kurze Begebenheiten unterwegs. Aber diese kleinen Kostbarkeiten in diesen kleinen Schachteln sind so viel wert, wie es keine Aktie, die jemals an der Börse gehandelt wird, sein könnte.

Vielleicht wird manch einer sagen: "Hey, das sind doch nur banale Dinge, ohne Wert und ohne...!" 

Das mag sein; aber dennoch. Juwelen fürs Herz kosten nicht viel, haben aber einen unbezahlbaren Wert.

Und so staune ich immer wieder über diese kleinen Bernsteine, die womöglich nicht viel wert sind, aber einzigartig-wertvolle Momente im Leben schenkten und durch die Erinnerungen lebendig bleiben.

 

Und so wünsche ich uns allen kleine "Schatzkästchen", in denen nicht nur Erinnerungen, sondern auch jene Musik verborgen ist, die unsere Herzen erklingen lassen.

 

Herzlichst

Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.40

Unser Alltag präsentiert uns stets die Fülle an Dingen, die unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Doch was von allem bringt uns weiter und was von allem tut uns gut?

Und so berichtete mir kürzlich eine Jugendliche von Unmengen an Informationen im Netz, denen sie konstant ausgeliefert ist. 

"Wenn ich nicht dabei bin, werde ich von meinen Schulkollegen ausgeschlossen...", war nur eine Tatsache von vielen, die sie mir anvertraute.

Ja, und so folgte ein "Briefwechsel", in dem sie vieles entdeckte, aber auch von einer Geschichte erfuhr, in der sie sich selbst entdeckte und nun lernt auf sich selbst zu achten.

 

Auch wenn es nicht immer einfach ist, dem eigenen Herzen Gutes zu tun, ist es machbar auf das eigene Herz zu hören, um es nach aussen hin erklingen zu lassen. 

Wie das funktioniert? Probiert es selbst einmal aus oder lest die Geschichte von "Kalle und die Suche nach dem grossen Glück" aus "Der Klang einer kleinen Melodie".

 

In diesem Sinne bleibt wachsam und lasst Eure Herzen klingen.

Herzlichst Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.39

Unterdessen sind all` die vielen weihnachtlichen Dinge wieder in den Schränken und in Kisten verschwunden. Die Kerzen ringsherum dürfen allerdings immer so lange präsent sein, bis...; ja, bis sie ihr Leben gelebt haben. Und so begann heute früh eine kleine Kerze, die vor mir auf dem Tisch stand, an zu erzählen. Anfangs erschrak ich etwas, aber nein; diese kleine Kerze war lebendig und äusserte sich fragend: 

 

"Ob ich wohl in dieser Weihnachtszeit meinen Job gemacht habe?" und flackerte leise vor sich her.

 

Und so antwortete ich ihr schmunzelnd mit meinem Kaffee in der Hand: "...und ob du deinen Job gemacht hast. Klar! Du hast genau das getan, was deine Aufgabe ist - zu leuchten! Du stehst an deinem Platz, den man dir gab und verteiltest Licht. Du hast nicht überlegt warum, wieso und wie du was zu tun hast, sondern lässt schlichtweg deine kleine Flamme fackeln. Alle, die sich zu dir setzten, schauten dir direkt ins Gesicht. Auch wenn du stets eine gewisse Ruhe von dir gabst und du jedem, der vorbei zog dein Licht verschenktest, konntest du dennoch nicht allen sofort direkt ins Herz leuchten. Aber du hast deinen Job gemacht. Du hast geleuchtet.

 

Vielleicht erinnert sich irgendwann einmal jemand daran, wie du ihnen wohl getan hast oder du ihnen kleine Inspirationen für ihren Alltag schenktest. Vielleicht konntest du sogar trösten und etwas Zuversicht schenken.

Vielleicht hast du sogar jemandem den Weg erhellt, der bislang so dunkel war und deshalb keine Entscheidungen treffen konnte.

Vielleicht hast du es sogar geschafft harten Herzen etwas Wärme zu geben, die sich schon so lange danach gesehnt haben.

Vielleicht hast du sogar jemanden umarmt, der in dieser Corona-Zeit Umarmungen vermisst hat.

Vielleicht hast du jemandem zugeflüstert, dass er oder sie sich für etwas zu entschuldigen haben, was ihnen schon lange zur Last wurde.

Vielleicht hast du ganz einfach Frieden gebracht, wo schnell einmal Machtkämpfe statt gefunden hätten.

Vielleicht hast du jemandem zugelächelt, damit derjenige dem anderen einfach mal zuhören sollte.

Vielleicht hast du es sogar geschafft unzählige fast unüberwindbare Kilometer zu erleuchten, und du somit diesem Weg eine gewisse Leichtigkeit geschenkt hast.

Vielleicht hat dich sogar jemand in deinem eigenen Wesen verstanden, anstelle dich nur zu sehen.

Vielleicht, vielleicht, vielleicht...

Was willst du mehr, kleines Licht? Du hast deinen Job vollumfänglich getan. Und dafür bin ich dir sehr sehr dankbar!" 

 

Und so flackerte es noch einige kurze Zeit vor sich her, solange bis es erlosch. Aber Weihnachten bleibt in uns; egal ob mit dieser Kerze, ob mit Nussknackern oder Lichterketten. Weihnachten bleibt und wird wieder kommen.

 

Ja, und so wünsche ich uns allen für die kommende Zeit, dass das steigende Tageslicht  auch in unseren Herzen aufsteigen und schlussendlich in uns erklingen darf.

 

In diesem Sinne bleibt gesund,

Herzlichst

Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.38

Ihr Lieben,

 

wie schön Euch hier wieder begrüssen zu dürfen. Ein neues Jahr, neue Wünsche, neue Begegnungen, neue Situationen. Was wird es uns bringen, was werden wir erleben? Haben wir die Kraft uns immer wieder neu zu orientieren und uns all den Herausforderungen unserer Zeit zu stellen?

Reicht die Kraft auch für andere oder sind wir schlussendlich nur mit uns persönlich beschäftigt?

Was kann ich tun, um all` dem Leid in dieser Welt zu begegnen? Was kann ich dazu beitragen?

 

Und so begegnete mir gerade in diesen Tagen eine junge Mutter, die ihr Baby im Kinderwagen mit aller Kraft und Energie versuchte durch den Tiefschnee zu stossen. Umringt von kleinen Eishügeln und entgegen kommenden Passanten schimpfte diese junge Mutter vor sich her. Ihr Gesicht war gezeichnet von Erschöpfung, Frust und Wut. Das Baby weinte wie wild. Die Worte der Mutter glichen einem Vokabular, was kein Kind dieser Welt hören sollte.

Ja, und so blieb ich stehen, versuchte die Gegenpassanten zu stoppen, resp. sie darauf hinzuweisen die Strasse zu nehmen, um auszuweichen und rief dieser jungen Mutter fröhlich zu, den Kinderwagen doch einfach umzudrehen, um diesen dann besser zu ziehen, als zu stossen. "Halt wie ein Schlitten!" sagte ich darauf hin.

Die Passanten wichen zwar aus, zeigten sich aber total ohne Verständnis.

Die Mutter zeigte sich weiterhin wütend, indem sie stemmend mit dem Kinderwagen an mir vorbei schritt.

Aber als wir uns einige Meter später im selben Augenblick umdrehten, sah ich, wie sie den Kinderwagen hinter sich her zog; halt wie ein Schlitten.

Wie auf Knopfdruck mussten wir beide lachen, echt richtig fröhlich lachen und gingen dann miteinander aufeinander zu; jeder also einige Schritte zurück. (Wobei sie natürlich den Kinderwagen wieder drehte und zog.)

Es waren nicht nur Augenblicke des Lachens, sondern Augenblicke von Freude, während diese junge Mutter kurz berichtete: "Es ist noch nie jemand Fremdes für mich und mein Baby stehen geblieben oder hat mir inmitten des vielen Schnees geholfen. Ich verstehe auch dieses Schweizerdeutsch nicht richtig. Und dann bin ich immer und überall ein Hindernis..." 

Eigentlich hätte ich diese junge Mama am liebsten in den Arm nehmen wollen, aber die Corona-Vorschriften erlaubten es nicht. Also konnte ich sie nur mit Worten umarmen...

Diese junge Mutter stand mir vis à vis und hörte Worte, die sie wohl noch nie hörte, sowie ruhig machte. Auch das Baby wurde ruhig und ist eingeschlafen. 

 

Ja, Ihr Lieben, ich könnte Euch heute noch vieles berichten. Aber eines allein zählt; wir können überall und jederzeit all das weiter geben, was in uns ist. Freude oder Frust? Die Entscheidung liegt bei uns allein.

 

So wünsche ich uns allen Mut zur Wachsamkeit; um Dinge geschehen zu lassen, die manch einer als Wunder bezeichnet.

Denn Wunder beginnen nicht bei irgend jemandem, sondern genau bei DIR.

 

In diesem Sinne wünsche ich uns allen viele Wunder, die zu Herzen gehen und unserer Welt das geben, was sie so dringend braucht.

Alles Liebe, Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.37

Am Ende des Jahres 

 

Eigentlich waren es nur wenige Minuten - zwischen Flughafen und Stadtzentrum...aber dennoch hörte ich von allen Seiten, wie sich viele Menschen einander gute Wünsche zuriefen oder ein - Happy New Year - wünschten.
Es waren noch kleine Dinge zu erledigen und zu besorgen; also nutzte ich das wunderschöne Wetter, um die grosse Einkaufsstrasse in Richtung See hinunter zu laufen.
Ein reges Treiben füllte die Geschäfte.
Hier ein Blick, dort ein Blick; vieles wurde von eigentlichen Weihnachtsgeschenken umgetauscht.
Aber plötzlich standen dort 2 Damen an der Rolltreppe; womöglich Mutter und Tochter. Die Mutter redete pausenlos auf dieses (ca.13jährige) Mädchen ein. Aber das junge Fräulein schien der Mutter gegenüber desinteressiert und zurückhaltend.
"Mensch, irgendwas musst du dir doch wünschen!" rief sie lautstark, so dass manche Leute Zeuge dessen Konversation wurden.
Aber das Mädchen wollte nichts. Mutter und Tochter gingen wenige Meter weiter. Dort wurde es noch lauter.
"So ein undankbares Balg!" hörte ich nur.
Die Mutter rannte durch die Garderobenreihen edelster Kleidung der Erwachsenen. Aber das junge Mädchen sass dort am Rande und liess mit sich geschehen.
Sie war ruhig und dennoch zufrieden.
So nutzte ich diesen Augenblick, setzte mich zu ihr und plauderten etwas gemeinsam.
Auch wenn ich für sie fremd war, hatte das Mädchen viele Fragen.
Ich antwortete auf keine dieser Fragen, sondern erzählte ihr die Geschichte von "Lola, das kleine Cello" und dessen Weg...
Umringt vom Einkaufsfieber vieler Leute, hörte dieses Mädchen zu, als wären wir allein wie auf einer Insel.
Kein Wort, keine Frage, nichts kam.
Aber als dessen Mutter plötzlich vor uns stand, die Arme gefüllt mit jenen Dingen ,sprang das Mädchen auf, fasste Mut und
sagte zur Mutter:
"Mama, ich brauche das alles nicht, ich habe doch die Musik!"

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein Gutes und Gesundes Neues Jahr,

Herzlichst

Eure Agnes


Königliche Weihnachtspost

Frohe Weihnachten!

Eigentlich laufe ich hier täglich vorbei. Letztes Jahr war alles verschneit. Jeden Tag begegnet man den gleichen Leuten, jeder Tag fordert oftmals dieselben Aufgaben, jeder Tag ein und dasselbe Einerlei.
Und so begann an einem ganz normalen Tag dennoch etwas ganz besonderes. Die Taschen waren gefüllt mit Milch und Brot, als mir eine ältere kleine Lady an der Schwelle ihres kleinen alten Hauses, direkt hier am Weg, zu rief. - "Guten Morgen Fräuleinchen!" Ich dachte nur: - "Damit war ganz sicher nicht ICH gemeint."; aber niemand war weit und breit zu sehen. Also schaute ich zu ihr und grüsste sie zurück. Diese kleine ältere Lady atmete tief auf, freute sich und ging ins Haus zurück. Jeden Tag immer um die gleiche Zeit stand diese Frau dort an ihrem Haus und rief mir zu. Tag für Tag, Woche für Woche.
Es wurde Advent.
Plötzlich bemerkte ich, dass diese kleine ältere Frau nicht mehr jeden Tag an der Schwelle ihres kleinen alten Hauses stand. Aber ich ging meiner Wege.
In Gedanken versunken, um das Management meiner Aufgaben nicht aus den Augen zu verlieren, rief völlig unerwartet, jene Stimme dieser kleinen älteren Lady hinter mir: "Hallo Fräuleinchen!" Ich erschrak, drehte mich um, winkte und ging weiter.
Am 24. Dezember war überall die geheimnisvolle Erwartung aufs Fest zu spüren. Der Supermarkt war voll, die Leute waren freundlich miteinander, aber der Kampf draussen um die Parkplätze zeigte sich schonungslos und ohne Erbarmen...
Plötzlich kam mir die kleine ältere Lady in den Sinn; und bevor ich den grossen Einkaufswagen nehmen wollte, drehte ich mich um, holte eine kleine weisse Weihnachtspflanze, meine Lieblingsguetzli, versuchte die Uhrzeit sowie Familie für einige Momente zu ignorieren und machte mich auf einen speziellen Weg, auf den Weg zum Haus dieser kleinen älteren Lady.

Ich klopfte, denn sie stand nicht draussen. Aber niemand öffnete. Nach einigen wenigen Augenblicken des Wartens wollte ich gehen, als sich plötzlich der Schlüssel in der Haustüre drehte. Da stand sie nun, diese kleine ältere Lady, geneigt und schwach.

 

"Frohe Weihnachten!" waren meine Worte, aber diese kleine Lady drehte sich um und lief wieder ins Haus.
So erlaubte ich es mir ihr hinterher zu gehen, in ihr kleines bescheidenes Zuhause, stellte die Pflanze und die Guetzli auf den Tisch und setzte mich auf den einzigen Hocker, der dort stand.
Diese Lady sagte und erzählte nichts, klammerte sich an die Weihnachtspflanze und knapperte kurz darauf lange an einem Guetzli.
Ihr kleines Zuhause war ihre Welt. Sie war allein. Ihr Zugang zur grossen weiten Welt war ihre Haustüre...

Was aus ihr geworden ist...?

Sie ist an Weihnachten in tiefer Freude eingeschlafen...

 

So wünsche ich uns allen eine Weihnachtsfreude, die sich weder verpacken, noch vernaschen lässt. Diese kleine ältere Lady, vielleicht 90jährig, hat mich persönlich nachhaltig überaus reich beschenkt und Spuren hinterlassen, die sich weder durch Schnee noch Regen verwischen lassen.

In diesem Sinne Euch allen

FROHE WEIHNACHTEN! 


Königliche Sonntagspost Nr.35

Die Weihnachtszeit hat so seinen ganz eigenen Charakter. Und so möchte ich Euch heute von jenem Erlebnis berichten, welches mir gerade jetzt wieder spürbar nahe ist. Warum? Das könnt Ihr Euch im Anschluss sicher selbst beantworten.

Und so geschah eines Tages folgendes...

 

"...was - sie haben keinen Stress? Wie geht denn das?" fragte mich eine Verkäuferin, dessen Gesicht sich hinter einer starken Makeup-Schicht verbarg. Auch wenn ich mich an all`den vielen Lichtern, Dekorationen und den Bastelmaterialien, die mich geradewegs umgaben, erfreute, kam
"Lola das kleine Cello" zu Wort. Es erzählte von Momenten, in denen es im grössten Treiben zum Klingen kommt, aber auch in der grössten Finsternis leuchten kann. Es erzählte mit ganz wenig Worten davon, wie es möglich ist unsichtbare Dinge und Situationen loszulassen, um zu klingen.
Momente der Ruhe inmitten des Geschäftstreibens...

 

Nach ca. 20 Tagen war ich wieder in diesem Laden. Eine nette Dame winkte mir entgegen. Aber keine Ahnung wer dieses war...und schon hörte ich eine Stimme laut - "Hallo Madame!" - rufen.
Also ging ich zu ihr...
Eine Dame, dessen Gesicht strahlte. Jene Dame, dessen Gesicht sich einst hinter einer starken Makeup-Schicht verbarg und sich nun auf Weihnachten freut.
Warum...? "Lola..." gab Impulse, um Bitterkeit, Ärger und Unvergebung loszulassen, um anschliessend in sich den Klang zu spüren, der ihr die Türen für Weihnachten öffnet... 

und das bis heute.

Licht weiter geben ist so einfach...

 

Alles Liebe,

Herzlichst

Eure Agnes 


Königliche Sonntagspost Nr.34

Heute möchte ich Euch von einem Erlebnis berichten, was zwar bereits eine Weile her ist, aber genauso aktuell ist, wie einst...

 

Die Stürme tobten, die Natur gab sich wieder ein Naturspektakel und es zog mich hinaus ans Wasser, hinunter an den Zürichsee. Cello, Noten, Texte und Haushalt drehte ich heute mal den Rücken und wollte nur hinaus in die Natur, einfach mal nichts tun.

Und so suchte ich mir ein wunderschönes Plätzchen unten am See und liess mich vom Wind durchblasen. Welch` ein Genuss!

Aber wenige Augenblicke später gesellte sich ein junger Mann zu mir auf diese Bank.

 

"Grüezi!" - "Ja, Grüezi!" und Ruhe...kurz darauf noch einmal die gleichen Worte von diesem Mann und ich antwortete noch einmal mit denselben Worten - und wieder Ruhe. Der junge Mann stand auf, rannte um die Bank herum und setzte sich wieder. "Nein, wie kann man nur...!" waren plötzlich seine Worte. "Wie kann man nur so viel Ruhe aushalten?" redete er weiter und wollte womöglich mit mir ins Gespräch kommen; und so war es.

"Da ist tatsächlich jemand, der Zeit hat und einfach da so rum sitzt!" Der junge Mann konnte es einfach nicht fassen.

Und so redeten wir über Zeit, Ruhe, aber auch darüber die eigene Zeit sinnvoll zu nutzen. Wir redeten über Freunde, Familie, aber auch über Einsamkeit; wir redeten und redeten.

 

Natürlich kam auch - Lola das kleine Cello - zu Wort. Wir redeten von der Kraft der Musik und seiner Wirkung im alltäglichen Leben.

 

Dieser junge Mann wurde gerade von seinem Arbeitgeber entlassen und war noch sehr darüber geschockt, war allein und wollte auch nicht heim gehen. Er erzählte davon, dass er als Kind in den Cellounterricht ging, er aber durch Elternprobleme das Instrument zu hassen begann, aber auch Weihnachten seit dem nicht ertragen kann.

 

Wir sassen und schwiegen. Der Wind tat so gut. Der junge Mann wurde ruhig und hörte dem Wind zu; bis zu dem Moment, in dem er schweigend aufstand, sich bedankte und sagte:

"Ich freue mich jetzt auf Weihnachten, aber auf ein neues Weihnachten, an dem ich auch eine solche Ruhe erleben kann, die sie mir jetzt geschenkt haben." - und zog seiner Wege.

 

Ja, Ihr Lieben und so wünsche ich Euch genau diese Ruhe, um eine Adventszeit zu erleben, die Eure Herzen erklingen lässt.

 

Alles Liebe,

Herzlichst

Eure Agnes 


Königliche Sonntagspost Nr.33

Ihr Lieben,

 

bereits seit Oktober sind die Geschäfte weitgehend mit weihnachtlichen Dingen geschmückt und gefüllt. "Ich liebe Weihnachten!" erklärte mir so ganz nebenbei eine Verkäuferin an der Kasse. Und so entstand ein kleines Gespräch, während ich also meine Kerzen bezahlte, über Vorfreude, Wünsche und vieles mehr. Wir nahmen uns Zeit, da lange keine weiteren Kunden an der Kasse standen. Wir plauderten über Wichtiges und Unwichtiges, aber auch darüber wie man in diesem Jahr schlichtweg um den Erhalt seines Arbeitsplatzes und seines Geschäftes besorgt ist.

Wir plauderten darüber, was Weihnachten heisst und darüber ob es wichtig ist, sein Umfeld zu dekorieren oder nicht.

Wir erzählten uns gegenseitig unsere Wünsche und wie es machbar ist, diese wahr werden zu lassen. 

Der Verkäuferin rollten unterdessen einige Tränen übers Gesicht, was ihr sehr unangenehm und peinlich erschien...

Und so nahm ich eine kleine Kerze, die ich soeben bezahlte aus der fein verpackten Schachtel heraus und schenkte ihr diese mit jenen Worten:

 

"NICHT alles, was wir uns wünschen brauchen wir. Was wir brauchen sind Menschen, denen wir die Herzen mit Licht füllen können. Alles andere ist unwichtig!". 

 

Einige Momente später, auf dem Weg zum Ausgang, schaute ich nochmals kurz zurück um ihr zu winken. Aber sie stand dort, mit ihrer kleinen Kerze in der Hand, als wäre bereits Weihnachten...

 

In diesem Sinne wünsche ich uns allen bereits heute, eine Woche vor dem 1.Advent, dass wir entdecken, wie wir Licht verschenken können, um den Herzen jene Wärme zu geben, die in keinem Kaufhaus zu finden ist.

 

Alles Liebe,

Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.32

Ihr Lieben in Nah und Fern,

 

diese Corona-Zeit gibt uns zwar so manche Einschränkungen, aber animiert uns auch dahingehend kreativ und aufmerksam zu werden. Wir Menschen sind von Natur aus aufmerksam für das Negative und auf all das, was nicht so klappt, funktioniert oder nicht unseren Vorstellungen entspricht. Resultat ist dann stets eine (fast) chronische Unzufriedenheit. Und doch möchte "man" ja etwas ganz anderes.

Und so begegnete mir kürzlich eine Schülerin die gerade aus der Schule kam. Ihr Gesicht war traurig und frustriert. "Was mag sie nur erlebt haben?" waren augenblicklich meine Gedanken. "Ansprechen...? Und das mit Maske...? Zudem mit vorgeschriebenem Abstand...? Das wird doch nichts..." dachte ich so bei mir...

Ja, und so reagierte ich in Sekundenschnelle dieser Begegnung mit meinen Blicken.

Denn sich dessen bewusst sein, dass unsere Augen ebenfalls viel mitteilen können und ein Sprachmittel sind, bedarf es Achtsamkeit und Mut.

 

Dieses Mädchen blieb augenblicklich stehen, schaute mich an und sagte schlichtweg: "DANKE! Sie sind für mich heute der Lichtblick des Tages!"

Mein überraschtes Lachen hinter der Maske konnte dieses Mädchen wohl dennoch erkennen und meinte zudem: "...woher wissen sie, wie es mir geht?"

Aber daraufhin folgte ein erneutes Lächeln, ein Winken und dieses Mädchen lief aufrecht und guten Mutes weiter ihres Weges.

Zwei Tage später begegneten wir uns erneut, wir winkten einander zu und das Mädchen wusste, sie ist nicht allein...

 

Somit wünsche ich Euch allen da draussen in unserer wilden Zeit - täglich - kleine Momente, in denen Ihr Euch stets fragen dürft:

"...hab ich heute schon jemanden glücklich gemacht?"

 

Denn wir wissen alle, dass jenes Glück. welches wir verschenken, in unser eigenes Herz zurück kehren wird.

Wie und auf welch` einem Wege...? Ja, das bleibt stets ein Geheimnis:

In diesem Sinne wünsche ich Euch alles Liebe, lasst Eure Augen sprechen, singen, tanzen, ermutigen, zuhören und vieles mehr. Denn dann erkennt Euer Gegenüber - den Klang einer kleinen Melodie - auch in Euren Herzen.

 

Liebste Grüsse aus der kleinen Königsstube,

Herzlichst

Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.31

Ihr Lieben,

Das wunderschöne Herbstwetter lockt momentan jeden hinaus, um Sonnenstrahlen zu tanken. Ja, und so geschah folgendes: 

Auf dem Weg zur Post kam mir eine ältere Lady mit einer kleinen rollenden Gehhilfe entgegen. Der Gehweg auf dem wir liefen, war sehr schmal. Und so rief die Dame schon aus der Ferne, während sie sehr vorsichtig lief; "...kommen sie nur, ich bin nicht mehr die schnellste..." und lachte mir dabei entgegen. "Jaja, ich bin unterdessen verwelkt, bei mir ist der Lack ab und alles geht so langsam."  

Wir gingen einige Schritte miteinander, trotz allem sie eigentlich in die andere Richtung wollte...

 

"Egal, wie man sich fühlt, solange die Sonne, trotz Nebelwetter, in Ihrem Herzen Goldstaub hinterlässt, geben Sie mehr, als es Worte und Taten tun könnten...

 

Die Dame blieb augenblicklich stehen, verweilte einen kleinen Moment, putzte sich einige Tränen aus dem Gesicht, bedankte sich wortlos indem sie immer wieder liebevoll den Kopf nickte und schritt mit ihrer kleinen rollenden Gehhilfe zurück in jene Richtung, aus der sie Anfangs kam.

 

Und so wünsche ich auch Euch, egal ob es Herbst ist oder nicht, dass Ihr jenen Goldstaub in Euren Herzen bewahrt, um diesen in der kommenden Woche dort weiter zu geben, wo ihn Menschen dringend brauchen.

 

Alles Liebe,

Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.30

Hallo Ihr Lieben in Nah und Fern, 

 

nachdem ich in diesen Tagen etwas dem Wetterbericht folgte, wurde mir bewusst, dass der Sommer für dieses Jahr adieu sagen möchte. 

Wehmut oder Vorfreude auf kühlere Temperaturen, kräftige Farben und wollige Sofadecken? 

Was auch immer ein Jahreszeitenwechsel so mit sich bringt, wünsche ich Euch heute Momente der Ruhe, in der Ihr Euch den Duft der Rosen, das Zwitschern der Vögel, das Barfusslaufen im Sand, aber auch die kleinen Gartengeselligkeiten in Eure Herzen zurück holt.

 

Ich wünsche Euch, dass der Duft der Rosen sich in Eurem Alltag ausbreitet und Ihr für Euer Umfeld eine Rose sein dürft.

Ich wünsche Euch, dass das Zwitschern der Vögel Eure Herzen weiterhin nachhaltig erklingen lassen.

Ich wünsche Euch, dass Ihr das wohlige Gefühl des sommerlichen Barfusslaufens nie vergesst und dieses durch die kälteren Jahreszeiten mit hinüber nehmt.

Ich wünsche Euch, dass die kleinen Freuden und Geselligkeiten, die wir trotz Corona geniessen konnten, in Euren Herzen einen dankbaren Platz behalten und diesen wachsen lassen.

Ich wünsche Euch, dass Ihr den Duft der Rosen dorthin bringen könnt, wo Unfrieden, Egoismus, Zwietracht, Streit, Neid, Habsucht und Einsamkeit herrscht.

Ich wünsche Euch, dass Ihr erlebt, wie sich auch Eure Herzen durch diesen Duft der Liebe verändern können und wie es möglich ist auch noch gleichzeitig Eurem Umfeld den Sommer in dessen Herzen zubringen. 

 

Denn genau dann kann auch in diesen Herzen eine kleine Königsstube entstehen, die sich vor keiner "kalten Jahreszeit" fürchten muss.

 

In diesem Sinne, bleibt gesund und lasst es klingen,

Herzlichst

Eure Agnes Schöchli


Königliche Sonntagspost Nr.29

Ihr Lieben,

 

in dieser Woche erlebte ich immer wieder, wie Menschen mir von negativen Erlebnissen berichteten und davon, wie Menschen sie in ihren Herzen verletzt haben. Sie berichteten von Situationen, die sie in Not brachten und ihnen sogar körperliche Schmerzen zusetzten. Sie berichteten und berichteten.

Oftmals ging es jenen Leuten nach dem Erzählen etwas besser, anderen eher noch schlechter.

 

Und so begann ich genau dann, wenn diese Abwärtsspirale immer tiefer und tiefer werden wollte, eine Geschichte zu erzählen, die diesen Menschen ein kleines Fenster öffnete, um dort hindurchzuschauen. Ein kleines Fenster, dass ihnen die Möglichkeit geben wollte, nur einen kleinen Ausschnitt des Lebens zu betrachten, um sich augenblicklich für die Freude oder für den Frust zu entscheiden... 

 

Gibt es wirklich nur Negatives, um einander zu berichten? Wo bleiben die vielen wunderschönen Erlebnisse, die jeder von uns tagtäglich macht oder erlebt? Warum sind negative Dinge viel schneller auf unseren Lippen, als jenes, was unsere Herzen einander zum Klingen bringt?

 

Warum, warum, warum...?

 

Und wie wäre es, wenn wir am Abend eines jeden Tages mindestens ein oder zwei tolle, verrückte, komische, lustige oder einfach nur schöne Erlebnisse einander berichten?

 

Ja, und so wünsche ich uns allen, dass wir nicht nur wachsame Wächter unserer eigenen Worte werden, sondern dass wir uns am Abend eines jeden Tages unserer vielen schönen Momente bewusst werden können.

Manchmal sind es nur unscheinbare Augenblicke, manchmal ist es auch etwas ganz Grosses.

 

Denn eines ist ganz sicher; unsere Worte sollten nicht nur unsere eigenen Herzen, sondern auch die Herzen unserer Zuhörer erklingen lassen.

 

In diesem Sinne alles Liebe,

Herzlichst

Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.28

Ihr Lieben,

 

heute hätte ich Euch eigentlich eine ganze Menge zu berichten. Die vergangenen Tage waren gefüllt mit vielen Erlebnissen. Allerdings bemerkte ich, dass viele dieser Erlebnisse etwas anders waren, als ich es mir gewünscht hätte. Ja, und diese Erlebnisse waren jene, die sich durch Begegnungen mit Menschen unterschiedlichster Art zeigten. So viel erlebte Rücksichtslosigkeit, Ignoranz, Egoismus, Habsucht, Aggressivität und vieles mehr liessen in mir zum Ende der Woche eine gewisse Art von Traurigkeit aufkommen. Zu gerne hätte ich all diesen Menschen gezeigt, welch`Melodien ihren Herzen gut täten. Aber diese waren zu sehr mit sich und all ihren Meinungen, Theorien und Bedürfnissen beschäftigt, die zwar ihre ganz eigenen Melodien hatten, sich allerdings als Dissonanz oder ähnliches zeigten.

 

Aber welch`Melodien tun uns gut und welch`Melodien dürfen ansteckend sein?

 

Somit entschied ich mich dazu, dass auch Traurigkeit eine ganz eigene Melodie ist, die klingen darf. Und zwar in einer Art, die all jene Menschen in Gedanken umarmt, die ihre Herzen bislang verschlossen haben. Denn Kälte, Ignoranz und Rücksichtslosigkeit können nur dann ausgetauscht werden, wenn diese Wärme erleben, ihnen offene Arme begegnen, ihnen aber auch Vergebung, sowie Respekt und Akzeptanz entgegen gebracht wird.

 

Ja, und so wünsche ich uns allen für die kommenden Tage Mut, um auch in schwierigen Situationen und Zeiten unsere Herzen genau dort erklingen zu lassen, wo andere Herzen noch stumm und ohne Klang leben.

 

In diesem Sinne Euch alles Liebe,

Herzlichst

Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.27

Ihr Lieben,

 

viele Menschen wissen gar nicht, dass klingende Geschichten und Mode eigentlich sehr viel gemeinsam haben. 

Als ich in diesen Tagen wieder einmal das kleine zauberhafte Schlossstädtchen Rapperswil am Zürichsee besuchte, dabei immer wieder einmal in die an mir vorüber ziehenden Schaufenster blickte, bemerkte ich wie viel Wert heute auf Mode gelegt wird. Das Neuste, das Aktuellste und das Beliebteste wird weit und breit angepriesen und beworben. Ein Laden schöner, als der andere. 

Ja, und so beobachtete ich feine Leute in teuren Geschäften, Leute in kleinen Geschäften, aber auch Leute die sich schlichtweg in jenen Geschäften nicht entscheiden konnten, um schlussendlich mit ihrem Einkauf auch wirklich auf der trendigen Seite der Mode zu stehen. Also verliessen sie jenen Laden ohne neuer Kleidung. Sie liefen weiter von Laden zu Laden. In manchen Gesichtern hinterliessen unterdessen Unzufriedenheit und grimmige Stimmungen ihre Spuren. "Die Suche nach aktueller Mode kann viel Zeit in Anspruch nehmen..." sagte schmunzelnd jene Dame, die mich aus dessen Augenwinkel bemerkte und meinte mich schon mal gesehen zu haben. So entstand ein kleiner Schwatz und wir lachten miteinander.

Aber als ich sie fragte, warum sie so viel Zeit aufwendet, um neue Kleidung in aktuellster Mode zu finden, sagte sie mir: "Na ganz einfach, dann fühle ich mich schön und bin im Trend!" - "Wobei..." erwähnte diese Dame daraufhin: "...eigentlich ist das dann auch nur eine kurze Zeit. Morgen ist womöglich alles, was ich heute kaufte, nicht mehr aktuell. Eigentlich müsste ich ständig unterwegs sein, um mich schön zu fühlen..."

Und so begann ein kleines Gespräch, welches dieser Dame eine Welt öffnete, die ihr offensichtlich bislang nicht bewusst war. 

Eine kleine Welt, die unter und hinter der Mode versteckt ist, aber niemand sieht. Eine kleine Welt, die Menschen sehr oft verheimlichen wollen, in dem sie dieser durch die Mode ein anderes Gesicht geben, um sich darin wohl zu fühlen.

 

"Doch ein Kleid ist erst dann so richtig schön und passend, wenn sich dahinter ein kleines, gesundes und freudiges Herz befindet." Die Dame war sichtbar erstaunt über jene Worte und fragte: "Aber wie soll das gehen? Jeder hat doch irgendwie Probleme."

"In der Tat! Aber Mode macht dich nur äusserlich schön, klingende Geschichten lassen dich innerlich erstrahlen."

 

Wie diese Begegnung endete, bleibt ein Geheimnis. Denn nun begann etwas, was ein kleines unscheinbares Herz zum Klingen brachte.

 

In diesem Sinne wünsche ich uns allen Mut zur Mode: zur äusseren UND zur inneren...

 

Herzlichst

Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.26

Ihr Lieben,

 

wer kennt sie nicht...diese stete Unzufriedenheit mit dem Wetter? Drei Tage Hitze, dann Regen, Wind und wieder Hitze. "In diesem Jahr ist alles anders...!" höre ich immer wieder Leute reden, indem dessen Tonfall ziemlich resignierend daher kommt. Wetter, Corona, Einschränkungen im alltäglichen Leben und vieles mehr...sind Themen, die sich negativ ins Gemüt eines jeden einschleichen möchten. 

Aber Hand aufs Herz, gibt es tatsächlich nur diese eine Seite der "Wetter-Feinfühligkeit" oder haben wir verlernt die "Sonnenseite" des Schattens zu sehen?

Kürzlich traf ich eine junge Mutter mit ihrem 7-jährigen Sohn, die sich zusehend gestresst fühlte, um mit mir bei Wind und Wetter vor dem Supermarkt zu plaudern. Wenige Augenblicke, wenige Worte. Doch als die Mutter sich bei mir verabschieden wollte, sah sie wie ihr Sohn dem Wind hinterher lief, in Pfützen sprang und mit Regenwasser auf der kleinen Mauer vor dem Laden fröhliche Gesichter malte.

"Komm jetzt endlich!" rief die Mutter. Aber der Junge war damit beschäftigt, was ihm das Leben gerade mal eben so bescherte. "Mama guck mal...!" rief er zurück.

 

Was dann geschah...? Es vergingen wenige Augenblicke und der "Wetterstress" war dahin. Aus der Ferne sah ich wie beide miteinander im kräftigen Wind die Arme ausbreiteten, sich in den Wind legten und alles um sie herum plötzlich so unwichtig wurde.

 

Ja, und so wünsche ich uns allen, dass wir immer wieder Momente im Treiben des Alltags erleben, die uns die Welt mit Kinderaugen sehen lässt. 

Egal ob Wetter oder Einschränkungen im alltäglichen Leben, alles hat etwas Gutes.

 

In diesem Sinne, auf in eine wunderbare Erlebniswoche,

Herzlichst

Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.25

Ihr Lieben,

 

heute am Tag der Musik möchte ich Euch gern von jenem Erlebnis berichten, welches zwar schon eine Weile zurück liegt, aber dennoch ein hochaktuelles Thema in sich trägt.

Es geschah auf einer wunderschönen Ausstellung, umgeben von Brücken, Blumen und Begegnungen, wo ich einer älteren Dame begegnete, die sich mühsam über eine Brücke bewegte und ihren Blick nach unten richtete, um ihre Schritte zu kontrollieren. Links und rechts liefen viele Leute an ihr vorbei. Niemand grüsste, niemand blieb stehen. Die ältere Dame lief vorsichtig und langsam, blieb zwischenzeitlich stehen und schaute etwas auf das Wasser, um dann behutsam ihren Schritten zu folgen. Sie wirkte auf mich zufrieden und genügsam. Eine unscheinbare Lady, die mir schlichtweg durch ihr Sein auffiel. Wir hatten beide dieselbe Richtung. So versuchte ich mein Lauftempo zu verlangsamen, um dieser  Dame schweigend etwas Gesellschaft zu geben. Das tat gut; echt gut.

Wir liefen miteinander Schritt für Schritt ohne etwas miteinander zu reden; solange bis jene Dame es bemerkte, dass jemand neben ihr her lief.

"Oh, Kindchen, das müssen sie nun wirklich nicht!" waren plötzlich ihre Worte. Und wir liefen weiter nebeneinander her.

Am Ende der Brücke zeigten sich unerwartet grosse Stufen einer langen Treppe. Die ältere Dame erschrak, suchte augenblicklich meinen Arm und wusste sich schweigend in Sicherheit. Stufe für Stufe gingen wir miteinander langsam diese grosse Treppe hinunter. Die ältere Dame atmete sichtbar und hörbar erleichtert auf, fühlte sich auch sehr wohl an meinem Arm.

Wenige Schritte entfernt von dieser Treppe zeigte sich ein kleines, herziges Gartenrestaurant, welches wir wieder schweigend - wie abgesprochen - als

Ziel nahmen und uns dort setzten.

Die ältere Dame schwatzte plötzlich munter drauf zu, als wenn wir uns schon ewig kennen.

Sie erzählte mir von vielen "Brücken", die sie im Leben zu überwinden hatte, von "Steinen und Lasten", die sich in ihrem Leben quer in den Weg legten. Sie erzählte mir von ihrer Aengstlichkeit fremden Menschen gegenüber und der Mühsal des Alltags.

Es war spannend und bewegend dieser Dame zuzuhören.

Und so verbrachten wir den Nachmittag zusammen, tranken Kaffee und schmatzten am frischen Erdbeerkuchen.  Die Dame war unterdessen so anders; sie begann zu lachen, zu lachen und zu lachen...da rollten sogar die Freudentränen. Ich sass da und hörte nur zu.

Der Abend nahte, wir sassen immer noch in diesem kleinen herzigen Restaurant. Dort unter den Bäumen, in der Nähe der Brücke entdeckten wir einige Musiker mit ihren Instrumenten. Die ältere Dame wurde aufmerksam und neugierig. Wir schauten uns an und schwiegen wieder miteinander. Die Musik ertönte. Schubert`s Lieder...die ältere Dame wurde zusehend blass und atmete etwas anders, als bisher.

"Was ist geschehen...?" fragte ich mich und vertraute augenblicklich der Musik und seiner Nachhaltigkeit.

Die ältere Dame suchte in diesem Moment meine Hand, hielt sie unsagbar fest und begann zu weinen...

Die Musik gab in der Natur eine unvergleichbare Resonanz. Es vergingen ca. 10 Minuten. Die Dame holte tief Luft, entspannte ihren festen Griff in meiner Hand und liess los, was sie bislang in ihrem Herzen zutiefst fest hielt.

 

Bevor es dunkel werden wollte, entschied sich diese Dame heimzugehen, stand auf, wollte sich von mir verabschieden und bemerkte selbst - dass etwas anders war, als bisher...

 

Ja, und so wünsche ich uns allen, dass wir in den kommenden Tagen erleben, wie es in uns beginnt zu erklingen, wenn wir Dinge in unseren Herzen loslassen, die durch Bitterkeit, Unvergebung, Hass und Verlust uns das tägliche "Laufen" erschweren wollen.

 

In diesem Sinne alles Liebe,

Herzlichst Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.24

Ihr Lieben,

 

viel lieber würde ich Euch jetzt zu mir in den Garten einladen, mit Euch plaudern und Euch bitten mir aus Eurem Leben, aus Eurem Alltag zu berichten. Warum? Ganz einfach, weil Ihr mir wichtig seid! Es geht nicht um Neugierde, nicht darum Euch Luxus zu präsentieren, nicht darum zu erfahren wer der Bessere, der Klügste und der Erfolgreichste ist, sondern ganz einfach darum, um Euch zuzuhören. Bei mir gibt es weder Luxus, noch preisgekrönten Kuchen. Bei mir gibt es keine Urkunden, keine Preise, keine hochaktuellen Gartenmöbel, aber auch keine sterilen Blumenbeete.

Aber dafür gibt es bei mir Zeit, die ich mir nehme, um Dir zu zeigen, wie wichtig, einzigartig und wertvoll Du bist. 

Vielleicht hat Dir jemand kürzlich mit abwertender Geste gesagt, dass Du ungewöhnlich bist. Anfangs tut es weh, dieses zu hören. Aber in der Tat, freue Dich darüber ungewöhnlich zu sein. Denn gewöhnliche Menschen gibt es zu genüge. Auch dessen Taten sind oft gewöhnlich. "Auge um Auge, Zahn um Zahn..." - ein weit verbreitetes Sprichwort. 

Aber - Hand aufs Herz - von welchen Worten lassen wir uns leiten? Welche Worte beeinflussen unseren Alltag? Und welch`Worte haben die Macht uns zu stimulieren? Unsere Herzen sind sehr oft wie kleine (oder grössere) aufgescheuchte Hühner. Unsere Herzen reagieren, wenn Worte diese provozieren. Aber ungewöhnliche Herzen sind mutig und reagieren ungewöhnlich. Diese können vergeben und weitergehen. Diese Herzen lächeln, wenn man ihnen weh getan hat. Diese Herzen wissen, dass man nur weiter geben kann, was man hat. Aber diese Herzen wissen auch, dass sie zwar nicht besser sind, als alle anderen, aber irgendwie dennoch besser dran sind.

 

Ja, und so wünsche ich uns allen, dass wir in den kommenden Tagen und Wochen mutig werden, um ungewöhnlich zu sein. Denn dann werden wir erleben, dass das was wir sind und tun, weitaus mehr wert ist, als alles Gewöhnliche um uns herum.

 

In diesem Sinne, alles Liebe,

Herzlichst Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.23

Kürzlich fragte mich eine Freundin: "Was soll ich tun...?" und berichtete in Kürze von einer Lebenslage, die alles andere ist, als sie es sich wünscht.

 

Was soll ich tun?

Weglaufen oder Dinge tun, die sich gegen den Verstand stellen? Dinge tun, die in der heutigen Welt als logisch, normal und nachvollziehbar gelten und somit von Mitmenschen akzeptiert und anerkannt werden? Oder sich gar für Dinge und Handlungen entscheiden, die nicht normal und alltäglich sind? Was soll ich tun? 

Wem geben wir in der heutigen Zeit das Recht für unsere Entscheidungen? Kopf oder Herz? 

Wer kennt sie nicht, diese täglichen Herausforderungen und jene Kämpfe, die es unseren Herzen nie einfach machen? 

Wer wünscht es sich nicht in seinen Vorhaben weiter zu kommen, wenn nur diese Konkurrenz nicht wäre...?

Was soll ich tun?

Die Antwort ist gar nicht so schwer.

Tue das, was dir vor die Hände kommt und tue dieses mit Freude!

Denn genau dieses wird dir Wege öffnen, auf denen du weder nach links oder rechts schauen musst. Meinungen von Menschen werden nicht wichtig sein. Denn dieses ist genau DEIN Weg, auf dem niemand mit Dir konkurrieren kann. 

In Liebe Dinge tun und Dein Herz reden lassen, haben weitaus mehr Kraft, als Worte anderer Menschen.

Dinge in Freude zu tun, ist nicht immer einfach, aber beinhaltet einen Schlüssel, um Wege zu gehen, die niemand ausser Dir sehen kann.

 

Ja, und so wünsche ich uns allen für die kommenden Tage und Wochen jenen Mut, den es braucht, um auf sein eigenes Herz zu hören. Ich wünsche Euch Mut Schritte zu wagen, die niemand verstehen, nachvollziehen und realisieren kann.

Ich wünsche Euch Mut mutig zu sein, um an den täglichen Erwartungen anderer, frohen Sinnes vorüber zu ziehen, um schlussendlich nicht nur Eure eigenen Wege zu entdecken, sondern so ganz nebenbei viele Herzen anderer Menschen mit erklingen zu lassen.

 

In diesem Sinne, Euch alles Liebe,

Herzlichst Eure Agnes

 

 


Königliche Sonntagspost Nr.22

Was fühlt eine Rose, die von Regentropfen bedeckt ist? Sind die grossen Steine, die im Garten das Wachstum der Pflanzen blockieren, wirklich so störend? Was hat der Apfelbaum überhaupt für eine Funktion, wenn sich die frechen Vögel alle Apfelknospen geholt haben und nun kein Apfel mehr wächst? Warum braucht ein Garten auch den Schatten, wenn die Sonne doch viel schöner ist? 

Warum, wieso, weshalb...?

 

Unser Alltag ist gefüllt mit vielen Fragen, bei Klein und Gross. Wo suchen wir nach Antworten? Suchen wir Schuldige oder gar jemanden, auf dem wir unsere unbeantworteten Fragen ablagern können?

Und so geschah folgendes..."Der Klang einer kleinen Melodie" landete in den vergangenen Wochen in den unterschiedlichsten Händen. So unter anderem bei jener Dame, die darin las, aber nach einigen Geschichten bemerkte, wie ihr Herz unruhig wurde. Sie schimpfte, klagte alle möglichen Personen an und sah sich augenblicklich als kleines Mädchen, welches viel allein gelassen wurde. Seid dem kann sie nicht singen, aber lernte auch nie ein Instrument spielen. "Die Geschichte einer kleinen Note" öffnete ihr Herz und sie fand Antworten, auf die sie schon viele viele Jahre wartete oder gar suchte. 

"Nun weiss ich, dass die Musik bei mir anfängt..." schrieb sie mir und kann nun ihren Kindern und Enkelkindern auf Fragen antworten, die dem Alltag die wahre Musik vermitteln.

 

Ja, und so wünsche ich uns allen, dass wir in den kommenden Tagen und Wochen immer und immer wieder erleben dürfen, dass einander vergeben der grösste Schlüssel für verschlossene und vergrämte Herzen ist, aber auch, dass wir erleben, dass die wahre Musik nicht auf den Notenblättern, sondern in unseren Herzen zum Klingen kommt.

 

In diesem Sinne, lasst es klingen,

Alles Liebe, Herzlichst Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.21

Heute habe ich mich dazu entschieden zu feiern! Warum?

 

Immer und immer wieder begegneten mir Menschen, die weder Danke sagen, noch das legendäre Wörtchen Bitte aus ihrem Munde brachten. 

Anfangs ärgerte es mich sehr und wunderte mich darüber, wie so etwas möglich sein kann. 

Ja, und so entschied ich mich nach einer ganzen Weile dazu, bei jedem fehlendem "Danke" oder "Bitte" nicht meine Ohren reagieren zu lassen, sondern mein Herz. Es war Anfangs nicht einfach, aber es funktionierte; und so folgt(e) jedes Mal dezent: "...du bist grossartig!" oder "...ich mag dich!" oder "...du hast ein gutes Herz!" oder bis hin zum legendären Wörtchen "...ich hab dich lieb!"

...unterdessen sind so manche Herzen dankbar geworden, können diese Worte aussprechen, berichteten aus ihrem Leben und lernten Verständnis für viele andere Menschen, die ihnen begegnen, zu entwickeln.

 

Ja, und so wünsche ich uns allen, dass wir besonders in diesen momentanen Zeiten, die Geduld nicht verlieren, um unseren Mitmenschen jene Liebe weiterzugeben, die nötiger ist, als vieles andere.

In diesem Sinne euch allen eine freudige, gesunde und farbenfrohe Woche, in der wir uns alle neu bewusst werden, dass ein DANKE (oder BITTE) Herzen verändern kann.

 

Alles Liebe, Herzlichst Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.20

Kaum zu glauben, welch` eine Fülle an besonderen Momenten und Erlebnissen die vergangenen Tage mit sich brachten. 

Eigentlich warteten wir alle ganz gespannt auf die neuen Entscheidungen, die uns der Bundespräsident mitzuteilen hat. Hoffnungen auf Entspannung im Alltag waren allgegenwärtig. Nur leider waren diese Entscheidungen nicht so, wie sich viele von uns erhofften. Was tun...? Müde werden oder diese Zeit nutzen, um sich mit geschenkter Zeit auseinander zu setzen?

 

Plötzlich wurden Dinge erledigt, die man schon sehr lange "auf die Wartebank" setzte. Man hat plötzlich Zeit für lange Mahlzeiten und viele Gespräche. Nur kurz in den Dorfladen, um Briefumschläge zu holen, wurde zu einem wunderbaren Ausflug, in dem die kleinen Momente zählten.

 

Auf der anderen Strassenseite lief eine Seniorin mit ihrem Rollator, gebückt und allein. Es war eine ehemalige Nachbarin, die unterdessen im Seniorenheim lebt. Ein kleines Winken auf die andere Strassenseite hinüber wurde lauter, als jedes Wort mit Lautsprecher sein könnte... Diese Dame blieb stehen und winkte mit strahlendem Lachen und beiden Händen hinüber. Wir lachten beide, aber wortlos. Wir hätten uns ohnehin nicht verstanden, denn da war die stark befahrene Strasse dazwischen. Wir winkten einander lange zu, lachten und liessen unsere Freude erzählen.

Nur wenige Momente später schaute ich auf meinem Heimweg kurz zurück und wollte nochmals winken. Aber diese Dame lief unterdessen aufrecht, starken Schrittes, schob ihren Rollator mit nur einer Hand vor sich her, heimwärts.

 

Ja, und so wünsche ich uns allen, dass unsere Herzen mehr und mehr wortlose Worte erklingen lassen, die es möglich machen Menschen aus ihrer Einsamkeit zu holen und eine Melodie singen, die stark und gesund werden lässt. 

 

Alles Liebe, Herzlichst Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.19

"Duuu..." sagte die kleine Paula zu mir, zupfte mir an der Jacke und redete weiter: "Du, Mama hat gesagt, wir müssen uns stets die schmutzigen Hände waschen und mit Desinfektion einreiben, damit wir nicht krank werden. Aber was können wir tun, um unsre Herzen zu waschen, damit sie nicht krank werden?"

Klein-Paula wollte viel wissen und wartete auf meine Antwort. Und so begann ich eine Geschichte zu erzählen, die sich vor mehr als 2000 Jahren ereignete. Ich berichtete von Weihnachten, von Abenteuern, die einst dieser Junge der an Weihnachten zur Welt kam, erlebte, aber auch von jener Zeit, in der dieser Junge ein junger Mann wurde und viel Gutes tat. Ich berichtete und berichtete - bis hin zu jenen Ereignissen, die zwar schwer nachvollziehbar sind, aber das Herz der kleinen Paula ergriffen hat.

"Waaas? Deshalb feiern wir Ostern? fragte die kleine Paula daraufhin. "Ja, deshalb feiern wir Ostern. Die vielen Schokoladenhasen haben sich im Nachhinein die Menschen ausgedacht, haben aber grundlegend gar nichts mit Ostern zu tun." antwortete ich ihr.

Die kleine Paula überlegte und meinte darauf hin: "Jetzt weiss ich wie wir unsere Herzen waschen und desinfizieren können. Wir können alles, was uns betrübt, ärgert oder ängstlich macht Gott erzählen und er hört uns zu. Er möchte, dass es uns gut geht und wir ihn in unserem ganz normalen Alltag integrieren, mit ihm unterwegs sind und ihn stets um Hilfe bitten. Jaaa! Genau, so machen wir das!" rief die kleine 8 jährige Paula und sagte zu mir: "Dann wird bestimmt kein Herz krank." freute sich an ihrer neuen Erkenntnis und lief heimwärts.

 

Die kleine Paula wird in ihrem Leben ganz sicher noch viele Erlebnisse machen, auf viele Fragen eine Antwort suchen, aber auch zwischenzeitlich keine Antwort finden.

Aber eines ist ganz sicher, dass wir genauso, wie die kleine Paula, mit allem was uns bewegt zu Gott kommen dürfen, um unsere Herzen stets sauber

zu halten, damit diese nicht krank werden. 

 

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine Osterzeit, in der wir nicht nur unsere Hände, sondern auch unsere Herzen desinfizieren können.

 

Alles Liebe,

Herzlichst

Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.18

Wie schön, dass Du hier vorbei schaust und wie schön, dass ich ausgerechnet Dir heute einige ganz persönliche Worte schreiben darf. 

Zu gerne  würde ich Dich zum Mittag, oder zum feinen Dessert einladen. Nur leider geht es momentan nicht. Na ja, halt wegen all dieser Quarantäne-Massnahmen. Und das ist gut so!

Allerdings könnten wir alle etwas tun, um neue Freiheiten dazu zu gewinnen.

Wie das geht...?

Bevor Du am Abend zu Bett gehst, überlegst Du Dir, wie Du am kommenden Tag 3 Menschen (egal welchen Alters) eine Freude machen könntest. Ob digital, oder per Post oder sogar Zuhause, was auch immer - Du wirst erleben, welch`wunderbare Erlebnisse Dir neue Freiräume schenken werden. Dein Herz bekommt durch diese Freude neuen Sauerstoff, Du erlebst, wie sich negative Informationen für Augenblicke in den Hintergrund stellen und  welch`eine Kraft Dir solch`kostbare Momente schenken können.

 

In diesem Sinne wünsche ich Dir wunderschöne und kreative Ideen, die Dich erleben lassen, dass die kleine Königsstube sogar in Deinem Herzen lebt.

Alles Liebe,

Herzlichst Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.17

Es ist wieder einmal soweit - die liebe, gute Sommerzeit steht vor der Türe. Uhren werden wieder einmal eine Stunde nach vorne gestellt und die Tage werden wieder heller und lichter. Die Vögel wecken uns wieder mit ihrem Gezwitscher und der Frühjahrsputz fällt an. Und doch ist dieses Mal alles etwas anders, als sonst. Eigentlich möchten wir hinaus die Natur entdecken, uns mit Freunden treffen, die Gartenpforte für die Nachbarn öffnen, mal schnell einen Kaffee mit der Freundin auf dem Balkon geniessen.

Ja, alles ist dieses Mal anders. Wehmut oder eine grosse Chance für Neues?

Wir bleiben alle, soweit als möglich, zuhause und verzichten auf gewisse Gewohnheiten, Traditionen und seine lieb gewonnene Freiheit. Auch wenn es scheint, dass unsere Welt gerade etwas auf den Kopf gestellt wird, haben wir nun echt einmal Zeit unsere Herzen auf den Kopf zu stellen, diese zu öffnen, um ihnen Raum für Neues zu geben.

Eine Chance das Vogelgezwitscher mit dem Herzen zu hören, sich mit Freunden im Herzen zu treffen, der lieben Freundin, statt einen Kaffee, einen lieben Brief zu schenken und unseren Kindern völlig neu zu zeigen, dass ihr zuhause eine königliche Festung ist, in der sie sich sicher und geborgen fühlen dürfen, lässt uns alle eine neue "Sommerzeit" im Herzen erleben; die in der Tat in uns allen seine Spuren hinterlassen wird.

 

Unsere Herzen brauchen Freude, statt einen betrübten Geist, sie brauchen Lachen, statt Tränen, sie brauchen liebevolle Worte und Verständnis, statt Angst und Sorgen, sie brauchen Akzeptanz, statt Ablehnung und sie brauchen jenen Sauerstoff, den es überall dort gibt, wo die Herzen kleine und grosse Kronen tragen. 

 

Ja, und diese gibt es direkt in Deinem Herzen.

 

So wünsche ich uns allen, dass wir diese nicht so einfache Zeit nutzen, um unsere Herzen für eine völlig neue Sommerzeit zu optimieren und den Herzen unserer Mitmenschen, durch unseren Verzicht auf gewisse Freiheiten, eine liebevolle Krone schenken.

 

Alles Liebe aus der kleinen Königsstube, Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.16

 

Auch wenn das Neue Jahr bereits allgegenwärtig ist, sind diese ersten Tage des Neuen Jahres irgendwie dennoch speziell. Vielerorts wurde „Weihnachten“ bereits wieder in Kisten und Schachteln verpackt, die Weihnachtslichter in Stadt und Land abgebaut und der legendäre Weihnachtsmann ging in die wohlverdiente Jahrespause.

 

Aber was bleibt von Weihnachten?

Ist es das jährliche Familientreffen, das gute Essen, oder gar das neue Handy und all die vielen Geschenke, die das Image wieder ein wenig mehr aufwerteten?

 

Und so zog ich Tag für Tag hinaus und begegnete immer wieder Menschen, die berichteten, sich mitteilten, weinten oder sich darüber freuten, nicht allein am Kaffeetisch sitzen zu müssen. 

  • Ist es eine kleine Umarmung, die gerade jetzt notwendig ist, um dem kalten Alltag den Rücken zu kehren?
  • Ist es ein kleines fröhliches „Hallo“ zum Herrn Griesgram in der Nachbarschaft?
  • Ist es vielleicht ein geduldiges Ausharren an der Supermarktkasse, weil die Mama vor dir zwei kleine störrische Kinder zu bändigen hat?
  • Oder ist es eventuell deine Kollegin, die nur darauf wartet einfach mal ein liebes Wort von dir zu hören?

Was auch immer…?

Weihnachten ist doch eigentlich eine Tankstelle, das eigene Herz für den nächsten Marathon aufzufüllen. Nutzen wir diese Tankstelle, um unseren Herzen genügend Vorrat zu geben, aber auch genügend abzugeben?

 

In diesem Sinne wünsche ich uns in diesem Jahr viele wunderbare Begegnungen, in denen wir täglich Weihnachten feiern können.

 

Alles Liebe, Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.15

„Oh ja, es weihnachtet…“ sagte ich leise flüsternd vor mir her, als ich eine kleine besondere Bude auf dem Weihnachtsmarkt betrat. „…und wie!“ antwortete daraufhin hinter mir eine junge Mutter, die ihr Baby fest im Arm hielt. Wir kannten uns eigentlich gar nicht. Und dennoch bestaunten wir gemeinsam eine kleine Welt, in der wir uns wohl fühlten.

 

„Schauen sie einmal!“ sagte diese junge Mutter plötzlich und leitete meine Blicke auf 2 kleine Figuren, die blitzartig meine gesamte Aufmerksamkeit auf sich zogen.

 

Da standen sie nun, 2 Figuren, die bislang nur in meiner Geschichtenwelt existierten.

 

Die junge Mutter erlebte, dass sie irgendetwas in Bewegung brachte, aber nicht wusste, ob es gut oder weniger gut war; denn Blicke können, wie wir alle wissen, vieles ausdrücken…

 

So nahm ich also jene 2 Figuren aus dem Regal, trat an die Fensterseite und begann von jener Weihnachtsgeschichte aus „Der Klang einer kleinen Melodie“ zu berichten, davon, dass Unwirkliches wirklich werden kann, wie Träume real werden können und davon, dass Weihnachten nicht auf dem Weihnachtsmarkt, sondern in unseren Herzen beginnt.

 

Diese junge Mutter war unterdessen nicht die einzige, die zuhörte: aber das war mir egal.

 

Wissen sie…“ erwähnte ich kurz: „Weihnachten gibt es jedes Jahr. Aber ob wir Weihnachten so erleben, wie diese 2 Figuren, liegt allein in unserer Entscheidung…“

 

Ja, und so wünsche ich uns allen, dass wir die Ruhe in unsere Herzen einziehen lassen. Wir brauchen dazu weder eine besondere Stimmung, noch Glanz, noch Marktwirtschaft. Eines allein zählt; die offene Türe in unseren Herzen, die die Freude lebt, die uns einst an Weihnachten geschenkt wurde.

 

Alles Liebe, Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.14

Nicht immer gelingt es uns im richtigen Moment die richtigen Worte zu finden. Und dennoch ist es unsere Pflicht danach zu streben, jene Worte zu suchen, die nicht nur dem Verstand neue Sphären öffnen könnten, sondern auch jenen Herzen Hoffnung auf Freude vermitteln. Denn es könnte womöglich die einzige Chance sein, diesen Herzen zu begegnen.

 

Ja, und so begegneten mir in den vergangenen Tagen viele Senioren, die sich mir als verschlossen und vermauert zeigten. Die einen zeigten sich desinteressiert und gleichgültig, andere saßen mir gegenüber und wollten lieber schlafen, einigen war das Schwatzen wichtiger, als meinen Geschichten zuzuhören und andere wollten lieber Kaffee trinken.

 

Doch dann lud ich sie ein sich vorzustellen, sie wären jetzt 6-jährig und wären nun die Hauptperson folgender Geschichte…

 

Wie auf Knopfdruck öffneten sich nicht nur Augen und Ohren, sondern ebenso jene Herzen.

 

Guetzli, Mandarinen, Kaffee oder Nüsse wurden Nebensache. Hunger nach Worten…?

 

Ja, und so konnte eine kleine Geschichte in vielen Herzen, die sich anfangs als verschlossen und vermauert zeigten, Einzug halten und dort jene Nahrung verschenken, die nicht nur satt, sondern auch fröhlich macht.

 

Oftmals liegt zwischen jenen Worten das kleine Wort – Vergebung. Sind wir bereit einander zu vergeben, um in unseren Herzen aufzuräumen?

Nur zu, es lohnt sich!

 

In diesem Sinne, uns allen eine wunderbare Adventswoche, in der wir in unseren Herzen aufräumen dürfen, um der Weihnachtsfreude Platz zu machen.

 

Alles Liebe, Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.13

„…eigentlich sind wir Freunde!“ äusserte sich kürzlich ein junger Mensch, der irgendwie müde und resigniert wirkte. „Was soll ich tun, wenn Freunde immer nur fordernd, bequem und egozentrisch daher kommen? Ist das wirklich Freundschaft? Irgendwie mag ich mich nicht derart verbiegen, um anderen gefallen zu wollen.“

Und so begann ich die Geschichte vom kleinen Ichbinwieichbin zu erzählen, in der es viele Antworten zu entdecken gibt.

„Achte auf dein Herz!“ war meine Reaktion weiter. „Dein Herz allein gibt dir Antworten. Du selbst entscheidest, ob deine Reaktionen in Liebe oder in Furcht vor Ablehnung deine Freunde erreichen. Freundschaft ist ein Geschenk, welches einander wachsen lässt. Hab Mut und sei deinem Herzen gegenüber ehrlich; denn dann wirst du erleben, dass diese Liebe Menschen verändern kann."

In diesem Sinne wünsche ich uns allen diesen Mut im Lärm des Alltags die leise Stimme unserer Herzen wahr zu nehmen, sowie ihnen zu folgen.

Alles Liebe, Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.12

Müde stapften sie sich in Richtung Schule; 2 Kinder, die bereits in jungen Jahren schon viel zu viel Dinge erlebten. „Nichts macht man gut genug und nichts ist gut genug…“ erwähnte eines der Kinder.
Aber als sie ein Diktat schrieben und jenen Text aus „Der Klang einer kleinen Melodie“ zuvor hörten, wurden diese Kids wach; wachsam und aufmerksam. Sie schrieben und schrieben. Das Diktat war fertig und diese Kids frisch und erholt.
„Wie kann das sein?“ fragten sich diese Kinder.
Aber die Antwort allein liegt in jenen Worten, die nicht nur die Ohren, sondern die Herzen erreichten.

So wünsche ich Euch allen eine gute neue Woche, in der Ihr immer wieder erleben könnt wie wunderbar erfrischend es ist Worte weiterzugeben, die satt machen.

Alles Liebe Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.11

„…man bin ich glücklich!“ rief voller Enthusiasmus und körperlichem Einsatz ein knapp fünfjähriges Kind, welches mit seiner Mutter die S-Bahn betrat, unbescholten quer durch das Abteil. Auch die Mama war  in diesem Moment hörbar überaus glücklich. „Was, du bist glücklich?“ – „Ja, Mama, ich bin soooo glücklich!“ sagte das Kind, kletterte auf eine Sitzbank und schaute hinaus durchs Fenster. „Mama, guck mal, alles sieht so schön aus! Die Mülltonne dort hat ein gelbes Kleidchen an, das Blatt dort am Boden hat ganz viele Freunde und lacht sich kringelig und ausserdem haben wir hier ganz viel Platz.“

Die Mama wurde rot und etwas verlegen über seinen Schützling. „Psstt, nicht so laut!“ flüsterte sie zu dem Kind hinüber. „Was, Mama warum muss ich denn leise sein? Dürfen die Leute hier denn nicht hören, dass ich glücklich bin?“ – stellte sich mit seinen Füssen auf die Sitzbank, drehte sich zu den anderen Reisenden um und fragte: „Ist das schlimm, wenn ich glücklich bin?“ – und schon begann es aus allen Ecken an zu lachen. „Schau Mama, die Leute lachen doch, warum muss ich denn dann flüstern?“ hockte sich zufrieden auf seinen Sitz und meinte ganz stolz daraufhin: „Alle Menschen auf der Welt sollen hören, dass ich glücklich bin. Niemand ist soooo reich wie ich!“ – „Du bist reich?“ fragte die Mama: „Klar, ich hab doch dich und alle, die sich mit mir freuen.“ – „Ja, mein Liebling…“ hörte ich die Mutter in voller Lautstärke sagen: „Alle sollen es hören, dass du glücklich bist!“ umarmte das Kind und sie liessen sich erst wieder los, als sie aussteigen mussten.

Viele der anderen Weiterreisenden aber übernahmen diese Freude des Kindes, erzählten und lachten miteinander, auch wenn sie sich eigentlich bislang fremd waren und keine Bezugspunkte hatten. Aber nun hatten sie einen gemeinsamen Bezugspunkt: die Freude!

Ja, ihr Lieben und so wünsche ich uns allen, dass wir immer wieder neu erleben dürfen, dass die Freude die grösste Nahrung für unsere Herzen sein möchte. Verschenkt sie immer wieder und erlebt, wie viel mehr die Freude in eure Herzen zurückkehrt; denn auch ein grauer, kalter Novembertag möchte der schönste Tag in Deinem Leben sein.

In diesem Sinne Euch alles Liebe, Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.10

Die schönsten Begegnungen sind jene, mit denen man nie rechnet. So zog – Die kleine Königsstube – in den vergangenen Wochen gen Norden, um Ferien zu machen. Wir spazierten über Seebrücken, tranken heissen Sanddornsaft, fotografierten freche Möwen und vieles mehr. Und in all dem begegneten wir Menschen, die uns aus ihrem Leben berichteten, ihre Herzen öffneten und kleine Umarmungen entgegen nahmen, als wäre es Schokolade.

Zuhören und Umarmungen verschenken, fremden Menschen am Strand ein Lächeln widmen, gestresstem Restaurantpersonal wohltuende und lobende Worte weitergeben, müden Bewohnern des Nordens neue Sonnenstrahlen am Horizont aufzeigen, aber auch Senioren Wege abnehmen, die sich als schwer und unüberwindbar zeigten.

Ja, all das füllte die Ferienzeit der kleinen Königsstube. Und das grösste Geheimnis in all dem ist – Die kleine Königsstube – kam rundum erholt und glücklich heim.

So wünsche ich uns allen, dass wir immer wieder erleben, wie stärkend und kraftbringend es sein kann anderen zu helfen, indem wir zuhören und ganz einfach jene Hilfen geben, die mehr sind, als Umarmungen.

Herzenswärme verschenken ist gratis.

Alles Liebe, Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.9

Auf dem Weg zum Bahnhof sass kürzlich ein Junge (ca. 8 oder 9jährig) direkt auf dem Gehweg am Boden. Anfangs wirkte es aus der Ferne, als sei das Kind gestürzt oder hätte Schmerzen. Aber beim Näherkommen verbreitete es einfach nur Freude und Begeisterung an seinem Tun.

Hin und wieder verteilen die Supermärkte bei uns, mit gewissen Einkaufsbeträgen, Sammelbildchen. Dieses Kind kaufte nur ein Brot und bekam leider keine Sammelbildchen. Dafür aber war seine Freude ein vielfaches grösser, als er soeben von anderen Kunden, die diese Bedingungen beim Einkauf erfüllten, diese Sammelbildchen geschenkt bekam.

Nun sass das Kind dort auf dem Gehweg und freute sich an dem, was fremde Leute ihm schenkten, aber auch darüber, mit welch` einer Leidenschaft er sich seinem Tun widmen konnte.

Nicht immer sind es jene Dinge, die das Portemonnaie beanspruchen, um Herzenstüren zu öffnen. Die Leidenschaft für die kleinen Dinge, die uns die Kleinen vorleben, können Brücken bauen, die nichts kosten.

In diesem Sinne wünsche ich Euch meine Lieben, dass Ihr in der kommenden Zeit viele Brücken bauen könnt, auf denen es kein Ausweichen, sondern nur wunderschöne Begegnungen auf beiden Brückenseiten geben mag.

Alles Liebe, Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.8

„Man, bin ich froh, wenn der Kindergarten wieder los geht!“ rief eine Mutter unüberhörbar über ihrem lebhaften Kind. Wir sassen miteinander in der S-Bahn und dem Kind war sichtbar langweilig und die Mutter genervt. Nun fiel ihr auch noch das Handy aus der Hand, als das Kind unbedingt auf ihren Fensterplatz wollte. Es wurde immer lauter, das Kind begann zu weinen und manche Mitreisenden verzogen sich ins Nachbarabteil der S-Bahn.
Also schnappte ich mir die erstbeste herumliegende Tageszeitung, setzte mich zu Mutter und Kind und begann zu falten; einen Hut, ein Schiff, einen Kranich und noch einmal einen Hut. Das Kind war sichtbar begeistert und sammelte augenblicklich alle herumliegenden Zeitungen ein. Die Mutter nutzte die Zeit am Handy und wir falteten unzählige Hüte, die das Kind all` jenen verschenkte, die noch in unserem Abteil waren.
Keine Spur von einem anstrengenden Kind, keiner Sehnsucht danach, dass die Ferien endlich zu Ende sein mögen, sowie keinem Lärm, der auf andere störend wirken könnte.
Das Reiseziel von Mutter und Kind näherte sich. „Komm wir müssen gleich aussteigen!“ – und sie zerrte das Kind am Arm.
Bevor allerdings die nächste Diskussion starten konnte, erwähnte ich zur Mutter leise und dezent: „Sie haben ein sehr intelligentes Kind. Freuen sie sich daran und nutzen sie die kostbare Zeit mit ihm…“
Die Mutter schaute mich an und meinte: „Wirklich?“, setzte sich zu mir und begann zu erzählen…Von aussteigen keine Spur.
Oder war das Ziel eigentlich nur ein Ersatz, um der Einsamkeit zu entfliehen?

So wünsche ich uns allen, dass wir, trotz dem eigenen gefüllten Alltag, aufmerksamer für die versteckten Sorgen und Nöte unserer Mitmenschen werden. Oftmals braucht es nur jemanden, der zuhört; Lösungen haben ihre Eigendynamik.

In diesem Sinne, geniesst das Unterwegssein!


Königliche Sonntagspost Nr.7

Am Fusse des Zürichsee`s, inmitten jener kleinen Altstadt Rapperswil, befindet sich eine kleine Stube, an dessen Schaufenster man sich am allerliebsten die Nase platt drücken möchte. Die kleine Pforte steht bereit für den Eintritt. Es zwitschert über der Türe, als würde man in den Vorhof eines kleinen Königshauses eintreten. Kerzen, Gläser, Tassen, kleine Kronen und Garderobenständer mit prächtigen Gewändern. „Wo bin ich? Darf ich wirklich eintreten?“ Aber da kommen schon 2 Prinzessinnen daher, die einen jeden aufs Herzlichste willkommen heissen. Momente, in denen Du den Alltag vergessen kannst. Ob es kleine Karten sind oder ein kleines königliches Gewand, egal – Du bist es wert hier Pause zu machen. Hier zählt nicht die Krone im Regal, sondern die Krone in Deinem Herzen, die es möglich macht, Dir Gutes zu tun. 
Denn erst dann, wenn Du weißt wie einzigartig und wertvoll Du bist, weißt Du, dass Du es wert bist edle Kleider zu tragen, Dich mit Rosendüften zu bedecken und Deine eigene kleine Königsstube in Dir, mehr als Kerzenlicht tragen darf. 

Und jenes königliche Geheimnis eines fröhlichen und gesunden Herzens ist, dass Du letztendlich die Fülle Deines Herzens übersprudelnd verteilen kannst.

Aber die Prinzessinnen freuen sich auch über Dich, wenn Du traurig und einsam bist. Sie beschenken Dich mit ihrer Freude, die es gratis gibt und helfen Dir - Dich wert zu achten.

Eine kleine Stube, namens Gut und Schön, die Umarmungen verteilt, hat in der Tat das Rüstzeug eine kleine Königsstube zu sein.
https://www.gutundschoen-rappi.ch

Euch allen eine wunderschöne neue Woche, Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.6

„Wer braucht schon Post in den Ferien? Und ausserdem…, das ist alles nur altmodischer Kram!“ meinte eine junge Dame und verzog sich mitsamt ihrem Handy gen Bahnhof. Am Nachmittag begegnete ich ihr erneut, aber auch da war sie mit ihren Blicken im Handy. Junge Leute begegneten ihr, aber auch Leute aus ihrer Nachbarschaft. Es wurde weder gegrüsst, mit jemandem geredet, noch wurde jemand von diesen wahr genommen. Am Tag darauf spielten sich ganz ähnliche Begegnungen ab. Keine Blicke, keine Worte. Dann aber traf ich sie lange nicht mehr und entschied mich ihr einen Brief zu schreiben.
Unterdessen erfuhr ich, dass diese junge Dame im Spital war. Was geschehen ist…? 

Eines ist klar; dass dieser junge Mensch nur noch in der virtuellen Welt lebte und die Einsamkeit grösser und grösser wurde.
Ein Brief schaffte es Unmögliches möglich zu machen; die Einsamkeit zu durchbrechen, um ihrem Herzen eine neue Melodie zu schenken…

Und so wünsche ich uns allen, dass wir immer wieder einmal die Möglichkeit nutzen jemandem einen Brief zu schreiben, der nicht damit rechnet. Wir können dadurch in der Tat Melodien hervorlocken, die bislang noch nie jemand hörte.

Euch allen alles Liebe!


Königliche Sonntagspost Nr.5

An der Haustüre klingelt es öfter einmal von Verkäufern und jenen, die auf der Suche nach Sponsoren sind. In den vergangenen Tagen klingelte ein junger Mann im Auftrag einer renommierten Kinderhilfsorganisation. Wir schwatzten kurz darüber, wie wichtig diese Arbeit ist, aber auch darüber, wie die Musik den Kindern dort hilft, wo sie niemand erreichen kann. "Echt?" folgte daraufhin aus dem Munde des jungen Mannes, der so hungrig nach Antwort war, dass ich ihm nur ein kleines verständnisvolles Nicken schenken konnte. Ja und so berichtete ich vom – Klang einer kleinen Melodie – dessen Geschichten mehr als Brot und Butter sind, aber auch davon, dass es auf unsere Worte ankommt, ob unsere Herzen klingen können oder nicht.
Der junge Mann hörte aufmerksam zu, bedankte sich kurz daraufhin freundlichst und zog, in dem er neugierig seinen Blick nur noch dem Flyer schenkte, seiner Wege. Upps, eigentlich wollte er ja weiter von Tür zu Tür, aber da lief er bereits schon zurück gen Strasse...

Und so wünsche ich uns allen, dass wir immer wieder aufmerksam werden für jene Dinge, die uns nicht nur satt machen, sondern unseren Herzen klingenden Sauerstoff bringen.

Bleibt gesund und tschüss bis bald wieder, Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.4

Die Vorbereitungen für die Sommerferien sind allgegenwärtig. In den Schulen und Kindergärten, aber auch in den Geschäften und Büros, herrscht eine ganz andere Atmosphäre, als sonst. Viele Events und Ausflüge bringen Klein und Gross auf eine ganz neue Weise zueinander. So begegnete ich einer Schulklasse, die auf den Bus warten musste. 4 Zweitklässler hörten einem Mädchen zu, wie dieses ausser sich war und ihnen berichtete: „Stellt euch mal vor, die…kann einfach nicht teilen und will immer alles für sich behalten…!“ schüttelte verständnislos den Kopf und teilte weiter ihre kleinen wenigen Blaubeeren aus. Allerdings bemerkten diese jungen Schülerinnen, dass ich dessen Dialog realisierte, was ihnen wohl etwas peinlich war, sich aber dennoch darüber freuten, wie ich ihnen lächelnd bestätigte, dass das Teilen eine Herzenssache sei.
Daraufhin erwiderte eine dieser Schülerinnen: „Wisst ihr was, dann beschenken wir sie halt solange, bis ihr Herz auch teilen kann...“

Wo auch immer wir sind und was auch immer wir erleben; Teilen geht immer! Denn dieses Teilen hat Königliche Werte, die den Schenkenden, wie auch den Beschenkten aufrichtet und beiden Seiten ein winziges Lächeln entlocken kann.

Somit wünsche ich Euch allen nicht nur eine reich beschenkte Woche, sondern winzige Augenblicke, in denen Ihr erleben könnt, wie viel mehr sich Euer Herz freuen kann, sobald Ihr weitergebt und teilt…

Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.3

…was braucht der Mensch zum Glücklichsein?
Ganz sicher habt Ihr Euch diese Frage auch schon öfter einmal gestellt. Oder seid Ihr mit dieser Frage fortwährend auf der Suche nach Antwort? In diesen Tagen erhielt ich Besuch von einer jungen Mama, die ihr Baby stolz und glücklich in ihren Armen hielt. Wir verbrachten einige Stunden miteinander, lachten und erzählten. Als dann der Moment kam das legendäre Abschiedsfoto zu starten, begann diese junge Mami ein Lied zu singen. Ich hörte, erschrak mich etwas, staunte und… bemerkte dann aber, dass es schlichtweg nur das wohlige Gefühl des Glücklichseins war…Warum ? Dieses war ein Lied, welches wir miteinander im Kindergarten gesungen haben. Dazwischen liegen viele, viele Jahre…in denen diese junge Mami die Musik, die sie als Kind erlebt hat, tief in ihrem Herzen bewahrte.
So wünsche ich auch Euch diese winzigen Augenblicke, die nicht nur zeigen möchten, wo das Glück zuhause ist, sondern dass Ihr erlebt wie man ohne sichtbaren Reichtum unsagbar reich sein darf:

In diesem Sinne, bleibt gesund und glücklich!


Königliche Sonntagspost Nr.2

Eigentlich waren es nur ganz kleine leise Begegnungen, die nicht lauter hätten sein können. Da nahm eine Dame das Buch „Der Klang einer kleinen Melodie“ in die Hand, fragte ob sie es öffnen dürfte, begann etwas darin zu blättern und zu lesen, wurde aber von diversen Situationen immer wieder in die Realität ihres Alltags gerufen. Allerdings sah ich von Ferne, wie sie bereits den nächstbesten Augenblick avisierte, das Buch wieder in die Hand zu nehmen, um sich weiter darin zu verlieren. „Das animiert so sehr zum weiter lesen!“ erwähnte sie und war bereits schon wieder im „Klang der kleinen Melodie“ verschwunden.
So wünsche ich uns allen, dass wir uns in der kommenden Woche von den Dingen animieren lassen, die uns schlichtweg gut tun und unsere Herzen klingen lassen!

Alles Liebe bis zum nächsten Mal, Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.1


Kürzlich begegnete mir eine Dame, die mir eigentlich nur „Hallo“ sagen wollte. Aber nachdem ich mich über ihr Wohlbefinden erkundigte, blieb sie stehen, schaute mich fast sprachlos an und fragte: „Willst du das wirklich wissen?“ – „Aber natürlich, sonst hätte ich doch nicht gefragt.“ Und so begann diese Dame zu berichten und zu erzählen. Davon, wie ihr viele Fähigkeiten fehlen, davon dass sie zu gerne jemand anderes wäre und davon, dass ihr Arbeitgeber sie als Null bezeichnet.
Und so konnte ich „nur“ mit jener kleinen Geschichte vom kleinen Ichbinwieichbin antworten, die ihr sagen wollte, wie wertvoll und einzigartig sie doch sei; alles andere ist nicht wichtig! Diese Dame hörte staunend zu, nahm diese Worte wie frisches Quellwasser auf und freute sich bereits darauf, diese Geschichte selber zu lesen, um darin viele Antworten für den eigenen Alltag zu entdecken.

In diesem Sinne Ihr Lieben, seid wachsam und glaubt nur jenen Worten, die Euch
(nicht nur in der kommenden Woche) Kraft für Euren Alltag geben.

Herzlichst Eure Agnes

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