Königliche Sonntagspost


Königliche Sonntagspost Nr.26

Ihr Lieben,

 

wer kennt sie nicht...diese stete Unzufriedenheit mit dem Wetter? Drei Tage Hitze, dann Regen, Wind und wieder Hitze. "In diesem Jahr ist alles anders...!" höre ich immer wieder Leute reden, indem dessen Tonfall ziemlich resignierend daher kommt. Wetter, Corona, Einschränkungen im alltäglichen Leben und vieles mehr...sind Themen, die sich negativ ins Gemüt eines jeden einschleichen möchten. 

Aber Hand aufs Herz, gibt es tatsächlich nur diese eine Seite der "Wetter-Feinfühligkeit" oder haben wir verlernt die "Sonnenseite" des Schattens zu sehen?

Kürzlich traf ich eine junge Mutter mit ihrem 7-jährigen Sohn, die sich zusehend gestresst fühlte, um mit mir bei Wind und Wetter vor dem Supermarkt zu plaudern. Wenige Augenblicke, wenige Worte. Doch als die Mutter sich bei mir verabschieden wollte, sah sie wie ihr Sohn dem Wind hinterher lief, in Pfützen sprang und mit Regenwasser auf der kleinen Mauer vor dem Laden fröhliche Gesichter malte.

"Komm jetzt endlich!" rief die Mutter. Aber der Junge war damit beschäftigt, was ihm das Leben gerade mal eben so bescherte. "Mama guck mal...!" rief er zurück.

 

Was dann geschah...? Es vergingen wenige Augenblicke und der "Wetterstress" war dahin. Aus der Ferne sah ich wie beide miteinander im kräftigen Wind die Arme ausbreiteten, sich in den Wind legten und alles um sie herum plötzlich so unwichtig wurde.

 

Ja, und so wünsche ich uns allen, dass wir immer wieder Momente im Treiben des Alltags erleben, die uns die Welt mit Kinderaugen sehen lässt. 

Egal ob Wetter oder Einschränkungen im alltäglichen Leben, alles hat etwas Gutes.

 

In diesem Sinne, auf in eine wunderbare Erlebniswoche,

Herzlichst

Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.25

Ihr Lieben,

 

heute am Tag der Musik möchte ich Euch gern von jenem Erlebnis berichten, welches zwar schon eine Weile zurück liegt, aber dennoch ein hochaktuelles Thema in sich trägt.

Es geschah auf einer wunderschönen Ausstellung, umgeben von Brücken, Blumen und Begegnungen, wo ich einer älteren Dame begegnete, die sich mühsam über eine Brücke bewegte und ihren Blick nach unten richtete, um ihre Schritte zu kontrollieren. Links und rechts liefen viele Leute an ihr vorbei. Niemand grüsste, niemand blieb stehen. Die ältere Dame lief vorsichtig und langsam, blieb zwischenzeitlich stehen und schaute etwas auf das Wasser, um dann behutsam ihren Schritten zu folgen. Sie wirkte auf mich zufrieden und genügsam. Eine unscheinbare Lady, die mir schlichtweg durch ihr Sein auffiel. Wir hatten beide dieselbe Richtung. So versuchte ich mein Lauftempo zu verlangsamen, um dieser  Dame schweigend etwas Gesellschaft zu geben. Das tat gut; echt gut.

Wir liefen miteinander Schritt für Schritt ohne etwas miteinander zu reden; solange bis jene Dame es bemerkte, dass jemand neben ihr her lief.

"Oh, Kindchen, das müssen sie nun wirklich nicht!" waren plötzlich ihre Worte. Und wir liefen weiter nebeneinander her.

Am Ende der Brücke zeigten sich unerwartet grosse Stufen einer langen Treppe. Die ältere Dame erschrak, suchte augenblicklich meinen Arm und wusste sich schweigend in Sicherheit. Stufe für Stufe gingen wir miteinander langsam diese grosse Treppe hinunter. Die ältere Dame atmete sichtbar und hörbar erleichtert auf, fühlte sich auch sehr wohl an meinem Arm.

Wenige Schritte entfernt von dieser Treppe zeigte sich ein kleines, herziges Gartenrestaurant, welches wir wieder schweigend - wie abgesprochen - als

Ziel nahmen und uns dort setzten.

Die ältere Dame schwatzte plötzlich munter drauf zu, als wenn wir uns schon ewig kennen.

Sie erzählte mir von vielen "Brücken", die sie im Leben zu überwinden hatte, von "Steinen und Lasten", die sich in ihrem Leben quer in den Weg legten. Sie erzählte mir von ihrer Aengstlichkeit fremden Menschen gegenüber und der Mühsal des Alltags.

Es war spannend und bewegend dieser Dame zuzuhören.

Und so verbrachten wir den Nachmittag zusammen, tranken Kaffee und schmatzten am frischen Erdbeerkuchen.  Die Dame war unterdessen so anders; sie begann zu lachen, zu lachen und zu lachen...da rollten sogar die Freudentränen. Ich sass da und hörte nur zu.

Der Abend nahte, wir sassen immer noch in diesem kleinen herzigen Restaurant. Dort unter den Bäumen, in der Nähe der Brücke entdeckten wir einige Musiker mit ihren Instrumenten. Die ältere Dame wurde aufmerksam und neugierig. Wir schauten uns an und schwiegen wieder miteinander. Die Musik ertönte. Schubert`s Lieder...die ältere Dame wurde zusehend blass und atmete etwas anders, als bisher.

"Was ist geschehen...?" fragte ich mich und vertraute augenblicklich der Musik und seiner Nachhaltigkeit.

Die ältere Dame suchte in diesem Moment meine Hand, hielt sie unsagbar fest und begann zu weinen...

Die Musik gab in der Natur eine unvergleichbare Resonanz. Es vergingen ca. 10 Minuten. Die Dame holte tief Luft, entspannte ihren festen Griff in meiner Hand und liess los, was sie bislang in ihrem Herzen zutiefst fest hielt.

 

Bevor es dunkel werden wollte, entschied sich diese Dame heimzugehen, stand auf, wollte sich von mir verabschieden und bemerkte selbst - dass etwas anders war, als bisher...

 

Ja, und so wünsche ich uns allen, dass wir in den kommenden Tagen erleben, wie es in uns beginnt zu erklingen, wenn wir Dinge in unseren Herzen loslassen, die durch Bitterkeit, Unvergebung, Hass und Verlust uns das tägliche "Laufen" erschweren wollen.

 

In diesem Sinne alles Liebe,

Herzlichst Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.24

Ihr Lieben,

 

viel lieber würde ich Euch jetzt zu mir in den Garten einladen, mit Euch plaudern und Euch bitten mir aus Eurem Leben, aus Eurem Alltag zu berichten. Warum? Ganz einfach, weil Ihr mir wichtig seid! Es geht nicht um Neugierde, nicht darum Euch Luxus zu präsentieren, nicht darum zu erfahren wer der Bessere, der Klügste und der Erfolgreichste ist, sondern ganz einfach darum, um Euch zuzuhören. Bei mir gibt es weder Luxus, noch preisgekrönten Kuchen. Bei mir gibt es keine Urkunden, keine Preise, keine hochaktuellen Gartenmöbel, aber auch keine sterilen Blumenbeete.

Aber dafür gibt es bei mir Zeit, die ich mir nehme, um Dir zu zeigen, wie wichtig, einzigartig und wertvoll Du bist. 

Vielleicht hat Dir jemand kürzlich mit abwertender Geste gesagt, dass Du ungewöhnlich bist. Anfangs tut es weh, dieses zu hören. Aber in der Tat, freue Dich darüber ungewöhnlich zu sein. Denn gewöhnliche Menschen gibt es zu genüge. Auch dessen Taten sind oft gewöhnlich. "Auge um Auge, Zahn um Zahn..." - ein weit verbreitetes Sprichwort. 

Aber - Hand aufs Herz - von welchen Worten lassen wir uns leiten? Welche Worte beeinflussen unseren Alltag? Und welch`Worte haben die Macht uns zu stimulieren? Unsere Herzen sind sehr oft wie kleine (oder grössere) aufgescheuchte Hühner. Unsere Herzen reagieren, wenn Worte diese provozieren. Aber ungewöhnliche Herzen sind mutig und reagieren ungewöhnlich. Diese können vergeben und weitergehen. Diese Herzen lächeln, wenn man ihnen weh getan hat. Diese Herzen wissen, dass man nur weiter geben kann, was man hat. Aber diese Herzen wissen auch, dass sie zwar nicht besser sind, als alle anderen, aber irgendwie dennoch besser dran sind.

 

Ja, und so wünsche ich uns allen, dass wir in den kommenden Tagen und Wochen mutig werden, um ungewöhnlich zu sein. Denn dann werden wir erleben, dass das was wir sind und tun, weitaus mehr wert ist, als alles Gewöhnliche um uns herum.

 

In diesem Sinne, alles Liebe,

Herzlichst Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.23

Kürzlich fragte mich eine Freundin: "Was soll ich tun...?" und berichtete in Kürze von einer Lebenslage, die alles andere ist, als sie es sich wünscht.

 

Was soll ich tun?

Weglaufen oder Dinge tun, die sich gegen den Verstand stellen? Dinge tun, die in der heutigen Welt als logisch, normal und nachvollziehbar gelten und somit von Mitmenschen akzeptiert und anerkannt werden? Oder sich gar für Dinge und Handlungen entscheiden, die nicht normal und alltäglich sind? Was soll ich tun? 

Wem geben wir in der heutigen Zeit das Recht für unsere Entscheidungen? Kopf oder Herz? 

Wer kennt sie nicht, diese täglichen Herausforderungen und jene Kämpfe, die es unseren Herzen nie einfach machen? 

Wer wünscht es sich nicht in seinen Vorhaben weiter zu kommen, wenn nur diese Konkurrenz nicht wäre...?

Was soll ich tun?

Die Antwort ist gar nicht so schwer.

Tue das, was dir vor die Hände kommt und tue dieses mit Freude!

Denn genau dieses wird dir Wege öffnen, auf denen du weder nach links oder rechts schauen musst. Meinungen von Menschen werden nicht wichtig sein. Denn dieses ist genau DEIN Weg, auf dem niemand mit Dir konkurrieren kann. 

In Liebe Dinge tun und Dein Herz reden lassen, haben weitaus mehr Kraft, als Worte anderer Menschen.

Dinge in Freude zu tun, ist nicht immer einfach, aber beinhaltet einen Schlüssel, um Wege zu gehen, die niemand ausser Dir sehen kann.

 

Ja, und so wünsche ich uns allen für die kommenden Tage und Wochen jenen Mut, den es braucht, um auf sein eigenes Herz zu hören. Ich wünsche Euch Mut Schritte zu wagen, die niemand verstehen, nachvollziehen und realisieren kann.

Ich wünsche Euch Mut mutig zu sein, um an all`den täglichen Erwartungen anderer, frohen Sinnes vorüber zu ziehen, um schlussendlich nicht nur Eure eigenen Wege zu entdecken, sondern so ganz nebenbei viele Herzen anderer Menschen mit erklingen zu lassen.

 

In diesem Sinne, Euch alles Liebe,

Herzlichst Eure Agnes

 

 


Königliche Sonntagspost Nr.22

Was fühlt eine Rose, die von Regentropfen bedeckt ist? Sind die grossen Steine, die im Garten das Wachstum der Pflanzen blockieren, wirklich so störend? Was hat der Apfelbaum überhaupt für eine Funktion, wenn sich die frechen Vögel alle Apfelknospen geholt haben und nun kein Apfel mehr wächst? Warum braucht ein Garten auch den Schatten, wenn die Sonne doch viel schöner ist? 

Warum, wieso, weshalb...?

 

Unser Alltag ist gefüllt mit vielen Fragen, bei Klein und Gross. Wo suchen wir nach Antworten? Suchen wir Schuldige oder gar jemanden, auf dem wir unsere unbeantworteten Fragen ablagern können?

Und so geschah folgendes..."Der Klang einer kleinen Melodie" landete in den vergangenen Wochen in den unterschiedlichsten Händen. So unter anderem bei jener Dame, die darin las, aber nach einigen Geschichten bemerkte, wie ihr Herz unruhig wurde. Sie schimpfte, klagte alle möglichen Personen an und sah sich augenblicklich als kleines Mädchen, welches viel allein gelassen wurde. Seid dem kann sie nicht singen, aber lernte auch nie ein Instrument spielen. "Die Geschichte einer kleinen Note" öffnete ihr Herz und sie fand Antworten, auf die sie schon viele viele Jahre wartete oder gar suchte. 

"Nun weiss ich, dass die Musik bei mir anfängt..." schrieb sie mir und kann nun ihren Kindern und Enkelkindern auf Fragen antworten, die dem Alltag die wahre Musik vermitteln.

 

Ja, und so wünsche ich uns allen, dass wir in den kommenden Tagen und Wochen immer und immer wieder erleben dürfen, dass einander vergeben der grösste Schlüssel für verschlossene und vergrämte Herzen ist, aber auch, dass wir erleben, dass die wahre Musik nicht auf den Notenblättern, sondern in unseren Herzen zum Klingen kommt.

 

In diesem Sinne, lasst es klingen,

Alles Liebe, Herzlichst Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.21

Heute habe ich mich dazu entschieden zu feiern! Warum?

 

Immer und immer wieder begegneten mir Menschen, die weder Danke sagen, noch das legendäre Wörtchen Bitte aus ihrem Munde brachten. 

Anfangs ärgerte es mich sehr und wunderte mich darüber, wie so etwas möglich sein kann. 

Ja, und so entschied ich mich nach einer ganzen Weile dazu, bei jedem fehlendem "Danke" oder "Bitte" nicht meine Ohren reagieren zu lassen, sondern mein Herz. Es war Anfangs nicht einfach, aber es funktionierte; und so folgt(e) jedes Mal dezent: "...du bist grossartig!" oder "...ich mag dich!" oder "...du hast ein gutes Herz!" oder bis hin zum legendären Wörtchen "...ich hab dich lieb!"

...unterdessen sind so manche Herzen dankbar geworden, können diese Worte aussprechen, berichteten aus ihrem Leben und lernten Verständnis für viele andere Menschen, die ihnen begegnen, zu entwickeln.

 

Ja, und so wünsche ich uns allen, dass wir besonders in diesen momentanen Zeiten, die Geduld nicht verlieren, um unseren Mitmenschen jene Liebe weiterzugeben, die nötiger ist, als vieles andere.

In diesem Sinne euch allen eine freudige, gesunde und farbenfrohe Woche, in der wir uns alle neu bewusst werden, dass ein DANKE (oder BITTE) Herzen verändern kann.

 

Alles Liebe, Herzlichst Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.20

Kaum zu glauben, welch` eine Fülle an besonderen Momenten und Erlebnissen die vergangenen Tage mit sich brachten. 

Eigentlich warteten wir alle ganz gespannt auf die neuen Entscheidungen, die uns der Bundespräsident mitzuteilen hat. Hoffnungen auf Entspannung im Alltag waren allgegenwärtig. Nur leider waren diese Entscheidungen nicht so, wie sich viele von uns erhofften. Was tun...? Müde werden oder diese Zeit nutzen, um sich mit geschenkter Zeit auseinander zu setzen?

 

Plötzlich wurden Dinge erledigt, die man schon sehr lange "auf die Wartebank" setzte. Man hat plötzlich Zeit für lange Mahlzeiten und viele Gespräche. Nur kurz in den Dorfladen, um Briefumschläge zu holen, wurde zu einem wunderbaren Ausflug, in dem die kleinen Momente zählten.

 

Auf der anderen Strassenseite lief eine Seniorin mit ihrem Rollator, gebückt und allein. Es war eine ehemalige Nachbarin, die unterdessen im Seniorenheim lebt. Ein kleines Winken auf die andere Strassenseite hinüber wurde lauter, als jedes Wort mit Lautsprecher sein könnte... Diese Dame blieb stehen und winkte mit strahlendem Lachen und beiden Händen hinüber. Wir lachten beide, aber wortlos. Wir hätten uns ohnehin nicht verstanden, denn da war die stark befahrene Strasse dazwischen. Wir winkten einander lange zu, lachten und liessen unsere Freude erzählen.

Nur wenige Momente später schaute ich auf meinem Heimweg kurz zurück und wollte nochmals winken. Aber diese Dame lief unterdessen aufrecht, starken Schrittes, schob ihren Rollator mit nur einer Hand vor sich her, heimwärts.

 

Ja, und so wünsche ich uns allen, dass unsere Herzen mehr und mehr wortlose Worte erklingen lassen, die es möglich machen Menschen aus ihrer Einsamkeit zu holen und eine Melodie singen, die stark und gesund werden lässt. 

 

Alles Liebe, Herzlichst Eure Agnes

 


Königliche Sonntagspost Nr.19

"Duuu..." sagte die kleine Paula zu mir, zupfte mir an der Jacke und redete weiter: "Du, Mama hat gesagt, wir müssen uns stets die schmutzigen Hände waschen und mit Desinfektion einreiben, damit wir nicht krank werden. Aber was können wir tun, um unsre Herzen zu waschen, damit sie nicht krank werden?"

Klein-Paula wollte viel wissen und wartete auf meine Antwort. Und so begann ich eine Geschichte zu erzählen, die sich vor mehr als 2000 Jahren ereignete. Ich berichtete von Weihnachten, von Abenteuern, die einst dieser Junge der an Weihnachten zur Welt kam, erlebte, aber auch von jener Zeit, in der dieser Junge ein junger Mann wurde und viel Gutes tat. Ich berichtete und berichtete - bis hin zu jenen Ereignissen, die zwar schwer nachvollziehbar sind, aber das Herz der kleinen Paula ergriffen hat.

"Waaas? Deshalb feiern wir Ostern? fragte die kleine Paula daraufhin. "Ja, deshalb feiern wir Ostern. Die vielen Schokoladenhasen haben sich im Nachhinein die Menschen ausgedacht, haben aber grundlegend gar nichts mit Ostern zu tun." antwortete ich ihr.

Die kleine Paula überlegte und meinte darauf hin: "Jetzt weiss ich wie wir unsere Herzen waschen und desinfizieren können. Wir können alles, was uns betrübt, ärgert oder ängstlich macht Gott erzählen und er hört uns zu. Er möchte, dass es uns gut geht und wir ihn in unserem ganz normalen Alltag integrieren, mit ihm unterwegs sind und ihn stets um Hilfe bitten. Jaaa! Genau, so machen wir das!" rief die kleine 8 jährige Paula und sagte zu mir: "Dann wird bestimmt kein Herz krank." freute sich an ihrer neuen Erkenntnis und lief heimwärts.

 

Die kleine Paula wird in ihrem Leben ganz sicher noch viele Erlebnisse machen, auf viele Fragen eine Antwort suchen, aber auch zwischenzeitlich keine Antwort finden.

Aber eines ist ganz sicher, dass wir genauso, wie die kleine Paula, mit allem was uns bewegt zu Gott kommen dürfen, um unsere Herzen stets sauber

zu halten, damit diese nicht krank werden. 

 

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine Osterzeit, in der wir nicht nur unsere Hände, sondern auch unsere Herzen desinfizieren können.

 

Alles Liebe,

Herzlichst

Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.18

Wie schön, dass Du hier vorbei schaust und wie schön, dass ich ausgerechnet Dir heute einige ganz persönliche Worte schreiben darf. 

Zu gerne  würde ich Dich zum Mittag, oder zum feinen Dessert einladen. Nur leider geht es momentan nicht. Na ja, halt wegen all dieser Quarantäne-Massnahmen. Und das ist gut so!

Allerdings könnten wir alle etwas tun, um neue Freiheiten dazu zu gewinnen.

Wie das geht...?

Bevor Du am Abend zu Bett gehst, überlegst Du Dir, wie Du am kommenden Tag 3 Menschen (egal welchen Alters) eine Freude machen könntest. Ob digital, oder per Post oder sogar Zuhause, was auch immer - Du wirst erleben, welch`wunderbare Erlebnisse Dir neue Freiräume schenken werden. Dein Herz bekommt durch diese Freude neuen Sauerstoff, Du erlebst, wie sich negative Informationen für Augenblicke in den Hintergrund stellen und  welch`eine Kraft Dir solch`kostbare Momente schenken können.

 

In diesem Sinne wünsche ich Dir wunderschöne und kreative Ideen, die Dich erleben lassen, dass die kleine Königsstube sogar in Deinem Herzen lebt.

Alles Liebe,

Herzlichst Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.17

Es ist wieder einmal soweit - die liebe, gute Sommerzeit steht vor der Türe. Uhren werden wieder einmal eine Stunde nach vorne gestellt und die Tage werden wieder heller und lichter. Die Vögel wecken uns wieder mit ihrem Gezwitscher und der Frühjahrsputz fällt an. Und doch ist dieses Mal alles etwas anders, als sonst. Eigentlich möchten wir hinaus die Natur entdecken, uns mit Freunden treffen, die Gartenpforte für die Nachbarn öffnen, mal schnell einen Kaffee mit der Freundin auf dem Balkon geniessen.

Ja, alles ist dieses Mal anders. Wehmut oder eine grosse Chance für Neues?

Wir bleiben alle, soweit als möglich, zuhause und verzichten auf gewisse Gewohnheiten, Traditionen und seine lieb gewonnene Freiheit. Auch wenn es scheint, dass unsere Welt gerade etwas auf den Kopf gestellt wird, haben wir nun echt einmal Zeit unsere Herzen auf den Kopf zu stellen, diese zu öffnen, um ihnen Raum für Neues zu geben.

Eine Chance das Vogelgezwitscher mit dem Herzen zu hören, sich mit Freunden im Herzen zu treffen, der lieben Freundin, statt einen Kaffee, einen lieben Brief zu schenken und unseren Kindern völlig neu zu zeigen, dass ihr zuhause eine königliche Festung ist, in der sie sich sicher und geborgen fühlen dürfen, lässt uns alle eine neue "Sommerzeit" im Herzen erleben; die in der Tat in uns allen seine Spuren hinterlassen wird.

 

Unsere Herzen brauchen Freude, statt einen betrübten Geist, sie brauchen Lachen, statt Tränen, sie brauchen liebevolle Worte und Verständnis, statt Angst und Sorgen, sie brauchen Akzeptanz, statt Ablehnung und sie brauchen jenen Sauerstoff, den es überall dort gibt, wo die Herzen kleine und grosse Kronen tragen. 

 

Ja, und diese gibt es direkt in Deinem Herzen.

 

So wünsche ich uns allen, dass wir diese nicht so einfache Zeit nutzen, um unsere Herzen für eine völlig neue Sommerzeit zu optimieren und den Herzen unserer Mitmenschen, durch unseren Verzicht auf gewisse Freiheiten, eine liebevolle Krone schenken.

 

Alles Liebe aus der kleinen Königsstube, Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.16

 

Auch wenn das Neue Jahr bereits allgegenwärtig ist, sind diese ersten Tage des Neuen Jahres irgendwie dennoch speziell. Vielerorts wurde „Weihnachten“ bereits wieder in Kisten und Schachteln verpackt, die Weihnachtslichter in Stadt und Land abgebaut und der legendäre Weihnachtsmann ging in die wohlverdiente Jahrespause.

 

Aber was bleibt von Weihnachten?

Ist es das jährliche Familientreffen, das gute Essen, oder gar das neue Handy und all die vielen Geschenke, die das Image wieder ein wenig mehr aufwerteten?

 

Und so zog ich Tag für Tag hinaus und begegnete immer wieder Menschen, die berichteten, sich mitteilten, weinten oder sich darüber freuten, nicht allein am Kaffeetisch sitzen zu müssen. 

  • Ist es eine kleine Umarmung, die gerade jetzt notwendig ist, um dem kalten Alltag den Rücken zu kehren?
  • Ist es ein kleines fröhliches „Hallo“ zum Herrn Griesgram in der Nachbarschaft?
  • Ist es vielleicht ein geduldiges Ausharren an der Supermarktkasse, weil die Mama vor dir zwei kleine störrische Kinder zu bändigen hat?
  • Oder ist es eventuell deine Kollegin, die nur darauf wartet einfach mal ein liebes Wort von dir zu hören?

Was auch immer…?

Weihnachten ist doch eigentlich eine Tankstelle, das eigene Herz für den nächsten Marathon aufzufüllen. Nutzen wir diese Tankstelle, um unseren Herzen genügend Vorrat zu geben, aber auch genügend abzugeben?

 

In diesem Sinne wünsche ich uns in diesem Jahr viele wunderbare Begegnungen, in denen wir täglich Weihnachten feiern können.

 

Alles Liebe, Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.15

„Oh ja, es weihnachtet…“ sagte ich leise flüsternd vor mir her, als ich eine kleine besondere Bude auf dem Weihnachtsmarkt betrat. „…und wie!“ antwortete daraufhin hinter mir eine junge Mutter, die ihr Baby fest im Arm hielt. Wir kannten uns eigentlich gar nicht. Und dennoch bestaunten wir gemeinsam eine kleine Welt, in der wir uns wohl fühlten.

 

„Schauen sie einmal!“ sagte diese junge Mutter plötzlich und leitete meine Blicke auf 2 kleine Figuren, die blitzartig meine gesamte Aufmerksamkeit auf sich zogen.

 

Da standen sie nun, 2 Figuren, die bislang nur in meiner Geschichtenwelt existierten.

 

Die junge Mutter erlebte, dass sie irgendetwas in Bewegung brachte, aber nicht wusste, ob es gut oder weniger gut war; denn Blicke können, wie wir alle wissen, vieles ausdrücken…

 

So nahm ich also jene 2 Figuren aus dem Regal, trat an die Fensterseite und begann von jener Weihnachtsgeschichte aus „Der Klang einer kleinen Melodie“ zu berichten, davon, dass Unwirkliches wirklich werden kann, wie Träume real werden können und davon, dass Weihnachten nicht auf dem Weihnachtsmarkt, sondern in unseren Herzen beginnt.

 

Diese junge Mutter war unterdessen nicht die einzige, die zuhörte: aber das war mir egal.

 

Wissen sie…“ erwähnte ich kurz: „Weihnachten gibt es jedes Jahr. Aber ob wir Weihnachten so erleben, wie diese 2 Figuren, liegt allein in unserer Entscheidung…“

 

Ja, und so wünsche ich uns allen, dass wir die Ruhe in unsere Herzen einziehen lassen. Wir brauchen dazu weder eine besondere Stimmung, noch Glanz, noch Marktwirtschaft. Eines allein zählt; die offene Türe in unseren Herzen, die die Freude lebt, die uns einst an Weihnachten geschenkt wurde.

 

Alles Liebe, Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.14

Nicht immer gelingt es uns im richtigen Moment die richtigen Worte zu finden. Und dennoch ist es unsere Pflicht danach zu streben, jene Worte zu suchen, die nicht nur dem Verstand neue Sphären öffnen könnten, sondern auch jenen Herzen Hoffnung auf Freude vermitteln. Denn es könnte womöglich die einzige Chance sein, diesen Herzen zu begegnen.

 

Ja, und so begegneten mir in den vergangenen Tagen viele Senioren, die sich mir als verschlossen und vermauert zeigten. Die einen zeigten sich desinteressiert und gleichgültig, andere saßen mir gegenüber und wollten lieber schlafen, einigen war das Schwatzen wichtiger, als meinen Geschichten zuzuhören und andere wollten lieber Kaffee trinken.

 

Doch dann lud ich sie ein sich vorzustellen, sie wären jetzt 6-jährig und wären nun die Hauptperson folgender Geschichte…

 

Wie auf Knopfdruck öffneten sich nicht nur Augen und Ohren, sondern ebenso jene Herzen.

 

Guetzli, Mandarinen, Kaffee oder Nüsse wurden Nebensache. Hunger nach Worten…?

 

Ja, und so konnte eine kleine Geschichte in vielen Herzen, die sich anfangs als verschlossen und vermauert zeigten, Einzug halten und dort jene Nahrung verschenken, die nicht nur satt, sondern auch fröhlich macht.

 

Oftmals liegt zwischen jenen Worten das kleine Wort – Vergebung. Sind wir bereit einander zu vergeben, um in unseren Herzen aufzuräumen?

 

Nur zu, es lohnt sich!

 

In diesem Sinne, uns allen eine wunderbare Adventswoche, in der wir in unseren Herzen aufräumen dürfen, um der Weihnachtsfreude Platz zu machen.

 

Alles Liebe, Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.13

„…eigentlich sind wir Freunde!“ äusserte sich kürzlich ein junger Mensch, der irgendwie müde und resigniert wirkte. „Was soll ich tun, wenn Freunde immer nur fordernd, bequem und egozentrisch daher kommen? Ist das wirklich Freundschaft? Irgendwie mag ich mich nicht derart verbiegen, um anderen gefallen zu wollen.“

Und so begann ich die Geschichte vom kleinen Ichbinwieichbin zu erzählen, in der es viele Antworten zu entdecken gibt.

„Achte auf dein Herz!“ war meine Reaktion weiter. „Dein Herz allein gibt dir Antworten. Du selbst entscheidest, ob deine Reaktionen in Liebe oder in Furcht vor Ablehnung deine Freunde erreichen. Freundschaft ist ein Geschenk, welches einander wachsen lässt. Hab Mut und sei deinem Herzen gegenüber ehrlich; denn dann wirst du erleben, dass diese Liebe Menschen verändern kann."

In diesem Sinne wünsche ich uns allen diesen Mut im Lärm des Alltags die leise Stimme unserer Herzen wahr zu nehmen, sowie ihnen zu folgen.

Alles Liebe, Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.12

Müde stapften sie sich in Richtung Schule; 2 Kinder, die bereits in jungen Jahren schon viel zu viel Dinge erlebten. „Nichts macht man gut genug und nichts ist gut genug…“ erwähnte eines der Kinder.
Aber als sie ein Diktat schrieben und jenen Text aus „Der Klang einer kleinen Melodie“ zuvor hörten, wurden diese Kids wach; wachsam und aufmerksam. Sie schrieben und schrieben. Das Diktat war fertig und diese Kids frisch und erholt.
„Wie kann das sein?“ fragten sich diese Kinder.
Aber die Antwort allein liegt in jenen Worten, die nicht nur die Ohren, sondern die Herzen erreichten.

So wünsche ich Euch allen eine gute neue Woche, in der Ihr immer wieder erleben könnt wie wunderbar erfrischend es ist Worte weiterzugeben, die satt machen.

Alles Liebe Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.11

„…man bin ich glücklich!“ rief voller Enthusiasmus und körperlichem Einsatz ein knapp fünfjähriges Kind, welches mit seiner Mutter die S-Bahn betrat, unbescholten quer durch das Abteil. Auch die Mama war  in diesem Moment hörbar überaus glücklich. „Was, du bist glücklich?“ – „Ja, Mama, ich bin soooo glücklich!“ sagte das Kind, kletterte auf eine Sitzbank und schaute hinaus durchs Fenster. „Mama, guck mal, alles sieht so schön aus! Die Mülltonne dort hat ein gelbes Kleidchen an, das Blatt dort am Boden hat ganz viele Freunde und lacht sich kringelig und ausserdem haben wir hier ganz viel Platz.“

Die Mama wurde rot und etwas verlegen über seinen Schützling. „Psstt, nicht so laut!“ flüsterte sie zu dem Kind hinüber. „Was, Mama warum muss ich denn leise sein? Dürfen die Leute hier denn nicht hören, dass ich glücklich bin?“ – stellte sich mit seinen Füssen auf die Sitzbank, drehte sich zu den anderen Reisenden um und fragte: „Ist das schlimm, wenn ich glücklich bin?“ – und schon begann es aus allen Ecken an zu lachen. „Schau Mama, die Leute lachen doch, warum muss ich denn dann flüstern?“ hockte sich zufrieden auf seinen Sitz und meinte ganz stolz daraufhin: „Alle Menschen auf der Welt sollen hören, dass ich glücklich bin. Niemand ist soooo reich wie ich!“ – „Du bist reich?“ fragte die Mama: „Klar, ich hab doch dich und alle, die sich mit mir freuen.“ – „Ja, mein Liebling…“ hörte ich die Mutter in voller Lautstärke sagen: „Alle sollen es hören, dass du glücklich bist!“ umarmte das Kind und sie liessen sich erst wieder los, als sie aussteigen mussten.

Viele der anderen Weiterreisenden aber übernahmen diese Freude des Kindes, erzählten und lachten miteinander, auch wenn sie sich eigentlich bislang fremd waren und keine Bezugspunkte hatten. Aber nun hatten sie einen gemeinsamen Bezugspunkt: die Freude!

Ja, ihr Lieben und so wünsche ich uns allen, dass wir immer wieder neu erleben dürfen, dass die Freude die grösste Nahrung für unsere Herzen sein möchte. Verschenkt sie immer wieder und erlebt, wie viel mehr die Freude in eure Herzen zurückkehrt; denn auch ein grauer, kalter Novembertag möchte der schönste Tag in Deinem Leben sein.

In diesem Sinne Euch alles Liebe, Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.10

Die schönsten Begegnungen sind jene, mit denen man nie rechnet. So zog – Die kleine Königsstube – in den vergangenen Wochen gen Norden, um Ferien zu machen. Wir spazierten über Seebrücken, tranken heissen Sanddornsaft, fotografierten freche Möwen und vieles mehr. Und in all dem begegneten wir Menschen, die uns aus ihrem Leben berichteten, ihre Herzen öffneten und kleine Umarmungen entgegen nahmen, als wäre es Schokolade.

Zuhören und Umarmungen verschenken, fremden Menschen am Strand ein Lächeln widmen, gestresstem Restaurantpersonal wohltuende und lobende Worte weitergeben, müden Bewohnern des Nordens neue Sonnenstrahlen am Horizont aufzeigen, aber auch Senioren Wege abnehmen, die sich als schwer und unüberwindbar zeigten.

Ja, all das füllte die Ferienzeit der kleinen Königsstube. Und das grösste Geheimnis in all dem ist – Die kleine Königsstube – kam rundum erholt und glücklich heim.

So wünsche ich uns allen, dass wir immer wieder erleben, wie stärkend und kraftbringend es sein kann anderen zu helfen, indem wir zuhören und ganz einfach jene Hilfen geben, die mehr sind, als Umarmungen.

Herzenswärme verschenken ist gratis.

Alles Liebe, Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.9

Auf dem Weg zum Bahnhof sass kürzlich ein Junge (ca. 8 oder 9jährig) direkt auf dem Gehweg am Boden. Anfangs wirkte es aus der Ferne, als sei das Kind gestürzt oder hätte Schmerzen. Aber beim Näherkommen verbreitete es einfach nur Freude und Begeisterung an seinem Tun.

Hin und wieder verteilen die Supermärkte bei uns, mit gewissen Einkaufsbeträgen, Sammelbildchen. Dieses Kind kaufte nur ein Brot und bekam leider keine Sammelbildchen. Dafür aber war seine Freude ein vielfaches grösser, als er soeben von anderen Kunden, die diese Bedingungen beim Einkauf erfüllten, diese Sammelbildchen geschenkt bekam.

Nun sass das Kind dort auf dem Gehweg und freute sich an dem, was fremde Leute ihm schenkten, aber auch darüber, mit welch` einer Leidenschaft er sich seinem Tun widmen konnte.

Nicht immer sind es jene Dinge, die das Portemonnaie beanspruchen, um Herzenstüren zu öffnen. Die Leidenschaft für die kleinen Dinge, die uns die Kleinen vorleben, können Brücken bauen, die nichts kosten.

In diesem Sinne wünsche ich Euch meine Lieben, dass Ihr in der kommenden Zeit viele Brücken bauen könnt, auf denen es kein Ausweichen, sondern nur wunderschöne Begegnungen auf beiden Brückenseiten geben mag.

Alles Liebe, Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.8

„Man, bin ich froh, wenn der Kindergarten wieder los geht!“ rief eine Mutter unüberhörbar über ihrem lebhaften Kind. Wir sassen miteinander in der S-Bahn und dem Kind war sichtbar langweilig und die Mutter genervt. Nun fiel ihr auch noch das Handy aus der Hand, als das Kind unbedingt auf ihren Fensterplatz wollte. Es wurde immer lauter, das Kind begann zu weinen und manche Mitreisenden verzogen sich ins Nachbarabteil der S-Bahn.
Also schnappte ich mir die erstbeste herumliegende Tageszeitung, setzte mich zu Mutter und Kind und begann zu falten; einen Hut, ein Schiff, einen Kranich und noch einmal einen Hut. Das Kind war sichtbar begeistert und sammelte augenblicklich alle herumliegenden Zeitungen ein. Die Mutter nutzte die Zeit am Handy und wir falteten unzählige Hüte, die das Kind all` jenen verschenkte, die noch in unserem Abteil waren.
Keine Spur von einem anstrengenden Kind, keiner Sehnsucht danach, dass die Ferien endlich zu Ende sein mögen, sowie keinem Lärm, der auf andere störend wirken könnte.
Das Reiseziel von Mutter und Kind näherte sich. „Komm wir müssen gleich aussteigen!“ – und sie zerrte das Kind am Arm.
Bevor allerdings die nächste Diskussion starten konnte, erwähnte ich zur Mutter leise und dezent: „Sie haben ein sehr intelligentes Kind. Freuen sie sich daran und nutzen sie die kostbare Zeit mit ihm…“
Die Mutter schaute mich an und meinte: „Wirklich?“, setzte sich zu mir und begann zu erzählen…Von aussteigen keine Spur.
Oder war das Ziel eigentlich nur ein Ersatz, um der Einsamkeit zu entfliehen?

So wünsche ich uns allen, dass wir, trotz dem eigenen gefüllten Alltag, aufmerksamer für die versteckten Sorgen und Nöte unserer Mitmenschen werden. Oftmals braucht es nur jemanden, der zuhört; Lösungen haben ihre Eigendynamik.

In diesem Sinne, geniesst das Unterwegssein!


Königliche Sonntagspost Nr.7

Am Fusse des Zürichsee`s, inmitten jener kleinen Altstadt Rapperswil, befindet sich eine kleine Stube, an dessen Schaufenster man sich am allerliebsten die Nase platt drücken möchte. Die kleine Pforte steht bereit für den Eintritt. Es zwitschert über der Türe, als würde man in den Vorhof eines kleinen Königshauses eintreten. Kerzen, Gläser, Tassen, kleine Kronen und Garderobenständer mit prächtigen Gewändern. „Wo bin ich? Darf ich wirklich eintreten?“ Aber da kommen schon 2 Prinzessinnen daher, die einen jeden aufs Herzlichste willkommen heissen. Momente, in denen Du den Alltag vergessen kannst. Ob es kleine Karten sind oder ein kleines königliches Gewand, egal – Du bist es wert hier Pause zu machen. Hier zählt nicht die Krone im Regal, sondern die Krone in Deinem Herzen, die es möglich macht, Dir Gutes zu tun. 
Denn erst dann, wenn Du weißt wie einzigartig und wertvoll Du bist, weißt Du, dass Du es wert bist edle Kleider zu tragen, Dich mit Rosendüften zu bedecken und Deine eigene kleine Königsstube in Dir, mehr als Kerzenlicht tragen darf. 

Und jenes königliche Geheimnis eines fröhlichen und gesunden Herzens ist, dass Du letztendlich die Fülle Deines Herzens übersprudelnd verteilen kannst.

Aber die Prinzessinnen freuen sich auch über Dich, wenn Du traurig und einsam bist. Sie beschenken Dich mit ihrer Freude, die es gratis gibt und helfen Dir - Dich wert zu achten.

Eine kleine Stube, namens Rosenlädeli Gut und Schön, die Umarmungen verteilt, hat in der Tat das Rüstzeug eine kleine Königsstube zu sein.
https://roselaedeli-gutundschoen.ch

Euch allen eine wunderschöne neue Woche, Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.6

„Wer braucht schon Post in den Ferien? Und ausserdem…, das ist alles nur altmodischer Kram!“ meinte eine junge Dame und verzog sich mitsamt ihrem Handy gen Bahnhof. Am Nachmittag begegnete ich ihr erneut, aber auch da war sie mit ihren Blicken im Handy. Junge Leute begegneten ihr, aber auch Leute aus ihrer Nachbarschaft. Es wurde weder gegrüsst, mit jemandem geredet, noch wurde jemand von diesen wahr genommen. Am Tag darauf spielten sich ganz ähnliche Begegnungen ab. Keine Blicke, keine Worte. Dann aber traf ich sie lange nicht mehr und entschied mich ihr einen Brief zu schreiben.
Unterdessen erfuhr ich, dass diese junge Dame im Spital war. Was geschehen ist…? 

Eines ist klar; dass dieser junge Mensch nur noch in der virtuellen Welt lebte und die Einsamkeit grösser und grösser wurde.
Ein Brief schaffte es Unmögliches möglich zu machen; die Einsamkeit zu durchbrechen, um ihrem Herzen eine neue Melodie zu schenken…

Und so wünsche ich uns allen, dass wir immer wieder einmal die Möglichkeit nutzen jemandem einen Brief zu schreiben, der nicht damit rechnet. Wir können dadurch in der Tat Melodien hervorlocken, die bislang noch nie jemand hörte.

Euch allen alles Liebe!


Königliche Sonntagspost Nr.5

An der Haustüre klingelt es öfter einmal von Verkäufern und jenen, die auf der Suche nach Sponsoren sind. In den vergangenen Tagen klingelte ein junger Mann im Auftrag einer renommierten Kinderhilfsorganisation. Wir schwatzten kurz darüber, wie wichtig diese Arbeit ist, aber auch darüber, wie die Musik den Kindern dort hilft, wo sie niemand erreichen kann. "Echt?" folgte daraufhin aus dem Munde des jungen Mannes, der so hungrig nach Antwort war, dass ich ihm nur ein kleines verständnisvolles Nicken schenken konnte. Ja und so berichtete ich vom – Klang einer kleinen Melodie – dessen Geschichten mehr als Brot und Butter sind, aber auch davon, dass es auf unsere Worte ankommt, ob unsere Herzen klingen können oder nicht.
Der junge Mann hörte aufmerksam zu, bedankte sich kurz daraufhin freundlichst und zog, in dem er neugierig seinen Blick nur noch dem Flyer schenkte, seiner Wege. Upps, eigentlich wollte er ja weiter von Tür zu Tür, aber da lief er bereits schon zurück gen Strasse...

Und so wünsche ich uns allen, dass wir immer wieder aufmerksam werden für jene Dinge, die uns nicht nur satt machen, sondern unseren Herzen klingenden Sauerstoff bringen.

Bleibt gesund und tschüss bis bald wieder, Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.4

Die Vorbereitungen für die Sommerferien sind allgegenwärtig. In den Schulen und Kindergärten, aber auch in den Geschäften und Büros, herrscht eine ganz andere Atmosphäre, als sonst. Viele Events und Ausflüge bringen Klein und Gross auf eine ganz neue Weise zueinander. So begegnete ich einer Schulklasse, die auf den Bus warten musste. 4 Zweitklässler hörten einem Mädchen zu, wie dieses ausser sich war und ihnen berichtete: „Stellt euch mal vor, die…kann einfach nicht teilen und will immer alles für sich behalten…!“ schüttelte verständnislos den Kopf und teilte weiter ihre kleinen wenigen Blaubeeren aus. Allerdings bemerkten diese jungen Schülerinnen, dass ich dessen Dialog realisierte, was ihnen wohl etwas peinlich war, sich aber dennoch darüber freuten, wie ich ihnen lächelnd bestätigte, dass das Teilen eine Herzenssache sei.
Daraufhin erwiderte eine dieser Schülerinnen: „Wisst ihr was, dann beschenken wir sie halt solange, bis ihr Herz auch teilen kann...“

Wo auch immer wir sind und was auch immer wir erleben; Teilen geht immer! Denn dieses Teilen hat Königliche Werte, die den Schenkenden, wie auch den Beschenkten aufrichtet und beiden Seiten ein winziges Lächeln entlocken kann.

Somit wünsche ich Euch allen nicht nur eine reich beschenkte Woche, sondern winzige Augenblicke, in denen Ihr erleben könnt, wie viel mehr sich Euer Herz freuen kann, sobald Ihr weitergebt und teilt…

Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.3

…was braucht der Mensch zum Glücklichsein?
Ganz sicher habt Ihr Euch diese Frage auch schon öfter einmal gestellt. Oder seid Ihr mit dieser Frage fortwährend auf der Suche nach Antwort? In diesen Tagen erhielt ich Besuch von einer jungen Mama, die ihr Baby stolz und glücklich in ihren Armen hielt. Wir verbrachten einige Stunden miteinander, lachten und erzählten. Als dann der Moment kam das legendäre Abschiedsfoto zu starten, begann diese junge Mami ein Lied zu singen. Ich hörte, erschrak mich etwas, staunte und… bemerkte dann aber, dass es schlichtweg nur das wohlige Gefühl des Glücklichseins war…Warum ? Dieses war ein Lied, welches wir miteinander im Kindergarten gesungen haben. Dazwischen liegen viele, viele Jahre…in denen diese junge Mami die Musik, die sie als Kind erlebt hat, tief in ihrem Herzen bewahrte.
So wünsche ich auch Euch diese winzigen Augenblicke, die nicht nur zeigen möchten, wo das Glück zuhause ist, sondern dass Ihr erlebt wie man ohne sichtbaren Reichtum unsagbar reich sein darf:

In diesem Sinne, bleibt gesund und glücklich!


Königliche Sonntagspost Nr.2

Eigentlich waren es nur ganz kleine leise Begegnungen, die nicht lauter hätten sein können. Da nahm eine Dame das Buch „Der Klang einer kleinen Melodie“ in die Hand, fragte ob sie es öffnen dürfte, begann etwas darin zu blättern und zu lesen, wurde aber von diversen Situationen immer wieder in die Realität ihres Alltags gerufen. Allerdings sah ich von Ferne, wie sie bereits den nächstbesten Augenblick avisierte, das Buch wieder in die Hand zu nehmen, um sich weiter darin zu verlieren. „Das animiert so sehr zum weiter lesen!“ erwähnte sie und war bereits schon wieder im „Klang der kleinen Melodie“ verschwunden.
So wünsche ich uns allen, dass wir uns in der kommenden Woche von den Dingen animieren lassen, die uns schlichtweg gut tun und unsere Herzen klingen lassen!

Alles Liebe bis zum nächsten Mal, Herzlichst Eure Agnes


Königliche Sonntagspost Nr.1


Kürzlich begegnete mir eine Dame, die mir eigentlich nur „Hallo“ sagen wollte. Aber nachdem ich mich über ihr Wohlbefinden erkundigte, blieb sie stehen, schaute mich fast sprachlos an und fragte: „Willst du das wirklich wissen?“ – „Aber natürlich, sonst hätte ich doch nicht gefragt.“ Und so begann diese Dame zu berichten und zu erzählen. Davon, wie ihr viele Fähigkeiten fehlen, davon dass sie zu gerne jemand anderes wäre und davon, dass ihr Arbeitgeber sie als Null bezeichnet.
Und so konnte ich „nur“ mit jener kleinen Geschichte vom kleinen Ichbinwieichbin antworten, die ihr sagen wollte, wie wertvoll und einzigartig sie doch sei; alles andere ist nicht wichtig! Diese Dame hörte staunend zu, nahm diese Worte wie frisches Quellwasser auf und freute sich bereits darauf, diese Geschichte selber zu lesen, um darin viele Antworten für den eigenen Alltag zu entdecken.

In diesem Sinne Ihr Lieben, seid wachsam und glaubt nur jenen Worten, die Euch
(nicht nur in der kommenden Woche) Kraft für Euren Alltag geben.

Herzlichst Eure Agnes

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